Schöffenratserklärung zwischen CSV und déi gréng für die Jahre 2018-2023

 „Zesumme fir d’Zukunft schaffen, nei Iddeeën ëmsetzen, mateneen plangen, gesond liewen“ 

Das ist sozusagen der Wahlspruch dieser Koalition und dies soll auch der Wahlspruch für diese Schöffenratserklärung und unsere Arbeit in den nächsten Jahren sein. 

Auf Grund der Resultate der Gemeinderatswahlen vom 8. Oktober 2017 und angesichts einer gemeinsamen Grundphilosophie in Sachen Gemeindeführung und Gemeindepolitik haben sich die Schifflinger Sektionen der CSV und „déi gréng“ geeinigt eine Koalition zu bilden und für die kommenden sechs Jahre gemeinsam den Schöffenrat zu führen.

In dem bereits unterschriebenen Dokument, das von beiden Koalitionspartnern definiert und abgeklärt ist, werden für die kommende Legislaturperiode die wichtigsten Kernpunkte, Visionen und Absichten für eine positive Zusammenarbeit festgehalten, die eine nachhaltige Gemeindeentwicklung zum Wohle der gesamten Bevölkerung ermöglicht.

Das Koalitionsprogramm ist somit das Resultat eines gemeinsam erarbeiteten Abkommens, das sich aus dem Willen zur Veränderung, zu neuen Ideen und anderen Wegen der Gemeindepolitik ergab. Es ist demnach mehr als eine einfache Addierung der Wahlprogramme von CSV und „déi gréng“. Dieses von den Fraktionen unterzeichnete Koalitionsprogramm ist der Ausdruck von zukunftsweisenden Visionen, von denen wir der Meinung sind, dass sie für eine gesunde Stadtentwicklung auf Jahrzehnte hinaus sehr wesentlich sind.

Es ist sicherlich ein sehr dichtes Programm, doch es erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und sofortige Realisierbarkeit.

Beides wäre überheblich und für anständige Politik nicht förderlich.

Doch haben wir uns der Mühe unterzogen, viele Positionen darzustellen, die für eine positive Stadtentwicklung notwendig sind.

Wir sind uns dabei unserer Verantwortung bewusst, und wollen nach bestem Wissen und Gewissen unserer Aufgabe gerecht werden im Engagement für alle Bürger, in der Stärkung des sozialen Zusammenhalts, in der Förderung des Miteinander und in der Weiterentwicklung unserer Gemeinde.

Dabei setzen wir auf Kontinuität in der positiven nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Gemeinde, wo Dienste und Angebote sich bewährt haben, und unstrittige Projekte der vergangenen Mandatsperiode fortgesetzt werden können.

Dort, wo nach reiflicher Überlegung, genauen Analysen und Kontrollen, Schwachstellen oder Negativentwicklungen festgestellt werden, setzen wir auf Veränderung, wollen wir mit durchdachter Planung und im Dialog mit allen Verantwortlichen, und mit der notwendigen Einbeziehung der Bürger neue Wege beschreiten.

 

Grundphilosophie unseres politischen Verhaltens – unsere Grundüberlegungen zur Kommunalpolitik für Schifflingen 

Wir wollen eine bürgernahe Gemeinde. Alle Bürger sollen frühzeitig, regelmäßig und umfassend über die Politik und die Entscheidungen informiert werden. Wir wollen die interessierten Mitbürger in unsere Entscheidungsfindung einbinden. Wir wollen offen und in voller Transparenz mit dem Bürger diskutieren. Wir wollen transparente Gemeindestrukturen.

Wir wollen eine kinderfreundliche Gemeinde, wo jeder Einzelne sich wohlfühlt, ob jung oder alt, ob Luxemburger oder Nicht-Luxemburger. Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Menschen mit einer Behinderung sind gleichberechtigte Partner unserer Gesellschaft.

Wir wollen eine faire Gemeinde. Wir wollen gelebte Demokratie, das Miteinander fördern, wobei die lokalen Vereine als Brückenschlag zwischen Menschen, Generationen und Kulturen eine zentrale Rolle spielen.

Wir wollen Schifflingen resolut weiterentwickeln, wir wollen eine Gemeinde mit Charme, eine Gemeinde mit einer hohen Lebens- und Wohnqualität.

Wir wollen eine nachhaltige Gemeinde. Wir wollen eine lebenswerte Gemeinde erhalten. Wir wollen umweltfreundlichen und naturnahen Urbanismus pflegen, kohärente Stadtentwicklung ermöglichen, zu einer humanen Verkehrsgestaltung beitragen und Wohnviertel mit hoher Lebensqualität anbieten.

Wir wollen effiziente Dienstleistungen, eine Schule, wo alle Kinder sich entfalten können, eine Gemeinde, wo alle Bürger sich zurechtfinden.

Wir wollen für gesunde und nachhaltige Finanzen sorgen.

 

 

Zesumme fir d’Zukunft schaffen, nei Iddeeën ëmsetzen, mateneen plangen, gesond liewen 

Das Koalitionsabkommen – die Basis der Schöffenratserklärung – ist nach intensiven Gesprächen beschlossen worden mit der Absicht, dass die positive Entwicklung unserer Gemeinde Schifflingen und die bestmögliche Lebensqualität aller Bewohner unserer Stadt oberste Priorität zu genießen hat.

Dabei soll die Zusammenarbeit aller, die mit der Gemeindepolitik zu tun haben oder von ihr betroffen sind, von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen, Offenheit, Handschlagqualität und dem Mut zu gemeinsamer Professionalität sowie der Achtung der unterschiedlichen Interessen und Meinungen getragen werden.

Wir wollen selbständig und ohne Bevormundung an einer gesunden und finanziell autarken Gemeindeentwicklung arbeiten, die durch transparente Gemeindestrukturen, gelebte Demokratie, Fairness, rechtzeitige sowie notwendige Einbindung aller Bürger in Information, Gestaltung und Entscheidungsfindung, eine Lebens- und Wohnqualität ermöglicht, die den Vorstellungen der Bürger entspricht.

Wir wollen diese Grundprinzipien unseres Handelns in all jenen Bedürfnis- und Lebensbereichen beispielgebend anwenden und verwirklichen, die unsere Arbeitsfelder und politischen Aufgaben bzw. Verpflichtungen betreffen:

  1. Schifflingen unsere Gemeinde, gelebte Demokratie, politische Zusammenarbeit im Gemeinde- und Schöffenrat: Wesentlich und wichtig erscheinen uns ein Mehr an Demokratie und Bürgerpartizipation zu erreichen. Moderne Verwaltungen und Dienststellen.
  2. Stadtplanung, Stadtentwicklung, Stadtteilbelebung, Öffentliche Bauten: Eine durchdachte Stadtplanung und Stadtentwicklung mit dem Ziel eine Gemeinde mit Charme zu schaffen, in der es sich lohnt, zu wohnen mit Infrastrukturen und Neuentwicklungen, die eine positive Zukunftsentwicklung erwarten lassen.
  3. Kommunale Wirtschaft, Arbeitsplätze, kommunale Finanzkraft, Infrastruktur, Versorgung und Entsorgung: Kommunale Wirtschaft, allgemeine Wirtschaftsförderung, Partnerschaften und grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Garantie einer gesunden Gemeindeentwicklung, die unsere Bürger nicht überbelastet. Gesunde und nachhaltige Finanzen.
  4. Nachhaltige Umweltentwicklung, Klimaschutz, Energie- und Ressourcenpolitik: Nachhaltige Umwelt-, Klimaschutz-, Energie- und Ressourcenpolitik, die den Anforderungen einer gesunden Gemeinde entsprechen.
  5. Verkehr, Mobilität, Sicherheit: Verkehrsentwicklung, Mobilität und Sicherheit als Grundlage für eine Stadt der kurzen und sicheren Wege
  6. Wohnbau. Sozialer Wohnungsbau, Familie: Ansprechende Wohnungen und ein komfortables Wohnumfeld in der Gemeinde sind der wichtigste Lebensraum für alle, für Familien mit und ohne Kinder, für Jung und Alt. Das familiäre Umfeld stärken.
  7. Gesundheit, soziale Entwicklungen, Alters- und Gesundheitsvorsorge: Gesundheit und soziale Entwicklungen, die Chancengleichheit erkennen lassen, soziale Integration und gesundes Wohnen in leistbaren Wohnungen ermöglichen.
  8. Erholung, Freizeit, Sport: Wir haben in Schifflingen viele Vereine, die ein vielfältiges Angebot an Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten anbieten. Sie beleben das gesellschaftliche und soziale Leben unserer Gemeinde.
  9. Bildung, Schule, Kindergarten, Fortbildung, Berufsbildung, Erwachsenenbildung: Bildungspolitik betrifft nicht nur Infrastrukturen. Wichtige Stichworte sind des Weiteren: Lernen und Jugendentwicklung, wo alle Kinder und Jugendliche sich entsprechend ihrer Neigungen und Eignungen entfalten können und die Bürger stolz sind, in einer echten kinderfreundlichen Gemeinde zu wohnen.
  10. Kultur, Kulturförderung, Vereine, Gemeinschaftsleben: Kulturarbeit, Kulturvielfalt und Kulturförderung, selbständiges Vereinsleben und vielfältige Freizeit- und Lebensgestaltungsmöglichkeiten, die dem selbständigen aktiven Bürger jeden Lebensalters die Chance geben, seine kulturellen, sportlichen und Freizeit erfüllenden Tätigkeiten in der Stadt zu verwirklichen.
  11. Administration, Kommunale Funktionen: Professionelle, effiziente und effektive Administration, die sowohl den Anforderungen der immer intensiver werdenden Verwaltungsaufgaben gerecht wird als auch dem Bürger klar, erkennbar und verständlich erscheint und von den betroffenen Mitarbeitern in den Anforderungen annehmbar, gerecht und zufriedenstellend anerkannt wird.
  12. Kommunikation, Information, Beteiligungsmöglichkeiten: Kommunikation, Information, Beteiligungsmöglichkeiten und Beteiligungsanreize für die Bürger und mit den Bürgern zur verstärkten Identifikation mit ihrer Gemeinde.

Es dürfte sich von selbst verstehen, dass diese 12 Bereiche nicht voneinander getrennt gesehen werden dürfen, sondern untereinander stark vernetzt sind. Diese zwölf Lebensbereiche können durchaus als Arbeitsfelder gesehen werden in denen sich Arbeitsgruppen immer wieder damit beschäftigen, die darin enthaltenen einzelnen Themenbereiche näher zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten.

Die folgenden Ausführungen in den einzelnen Kapiteln sind daher nur vordringliche wichtige Teilbereiche. Sie zeigen, dass verschiedene Themen, die in 10 verschiedenen Kapiteln (Lebensbereiche) beschrieben sind, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten sind.

 

 

Lebensbereich 1: 

Die Gemeinde Schifflingen, gelebte Demokratie, Zusammenarbeit im Gemeinde- und Schöffenrat, Administration, Information und Kommunikation 

Schifflingen und seine Bürger sind es wert, dass unsere Gemeinde von den Bewohnern als „eis Gemeng“ betrachtet wird, in der es sich lohnt zu leben, für diese Stadt einen Beitrag zu leisten und zu zeigen, dass wir gerne in unserer Gemeinde leben und die Politik mitgestalten wollen.

Ganz besonders wichtig erscheinen uns daher die folgenden drei Bereiche um ein Mehr an Demokratie und Bürgerpartizipation zu erreichen:

  • Bürgerbeteiligung fördern
  • Aufwertung der Arbeit in den beratenden kommunalen Kommissionen anstreben
  • Internetauftritt optimieren und Information für die Bürger

Wir sind überzeugt, dass die weitere Entwicklung unserer Gemeinde nachhaltig geplant und wohl überlegt gestaltet werden muss.

Die Weichenstellungen wollen wir – nicht im Alleingang – sondern gemeinsam mit allen Bürgern vornehmen. Wir wollen den Bürger möglichst frühzeitig in die Entscheidungsfindung einbinden.

  • Wir wollen die Bürgerbeteiligung durch eine aktive Teilnahme unserer Bürger in Foren, Informationsversammlungen und Workshops stärken. Nach Möglichkeit wollen wir die Bürger in wichtige Planungsprojekte einbeziehen, so u.a. bei der Aufstellung von Masterplänen z.B. Stadtentwicklung, Mobilität oder Spielplätzen, bei der Realisierung von Teilbebauungsplänen, bei der Verwirklichung von Initiativen wie das „Urban Gardening“. Ziel ist es, den Bürger zu motivieren sich für und in seiner Gemeinde zu engagieren.
  • So wollen wir auch die Idee der „Transition Town“-Bewegung fördern, eine Verbindung von bürgerlichem Engagement und globaler Vernetzung, wo Menschen sich zusammenfinden und lebenswerte Zukunftsmodelle für ihre Gemeinde entwickeln. (beispielsweise durch Schaffung von Repair Café, Austauschplattformen oder lokalen Gemüseproduktionen mit Verkauf …). Wir wollen in diesem Sinne unser lokales Fairtrade-Team weiterhin fördern und für deren Aufgabenerfüllung moralische und finanzielle Unterstützung zukommen lassen, soweit dies möglich ist.
  • Dementsprechend wollen wir auch die Arbeiten der kommunalen beratenden Kommissionen aufwerten. Im Rahmen des so genannten „Reglement d’ordre intérieur“ wollen wir daher die Aufgaben und Missionen der einzelnen Kommissionen, sofern diese nicht per Gesetz oder großherzoglichem Reglement festgelegt sind, neu definieren. Wir wollen eine enge Kooperation mit den beratenden Kommissionen führen, diese u.a. je nach Thema mit der Begutachtung von Dossiers beauftragen. Die schriftlichen Berichte werden dem Gemeinderat vorgelegt und im Schöffenrat zur Diskussion gestellt. Die Bürgerkommission soll als beratendes Organ gefördert werden, wobei in erster Linie der Bürgermeister als direkter Ansprechpartner der Kommission zur Seite stehen wird.
  • Wir wollen eine moderne Gemeinde mit effizienten und bürgernahen Verwaltungen, mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten. Wir wollen die Bürgerempfangsstellen – die zentrale Rezeption und das „Guichet unique“ – zu Informationsplattformen „machen“, wo der Bürger schnell und präzise informiert wird, dies mit der Absicht eine an den Interessen und Anliegen des Bürgers orientierte Administration zu gestalten. Dies geschieht in enger Kooperation und Absprache mit dem Personal der zuständigen Dienststellen.
  • Wir wollen den Bürger besser, schneller und effizienter informieren. Die Kommunikation besonders über digitale Medien wollen wir ausbauen und verbessern. Wir wollen den Internetauftritt der Gemeinde optimieren. Die Internetseite muss interaktiver funktionieren und muss dem Bürger die notwendigen Informationen mehrsprachig liefern: Sie soll über wichtige Ereignisse und Veranstaltungen der Gemeinde in Bild und Text berichten und soll zu einer echten Online-Service-Stelle verändert werden. In diesem Sinne wollen wir auch die elektronische „Newsletter“ optimieren.
  • Wir wollen eine moderne Verwaltung und optimale technische Dienstleistungen aufrechterhalten, die Weiterbildung der Mitarbeiter fördern, die administrativen Verwaltungsaufgaben und die technischen Dienststellen derart organisieren und mit Fachkräften besetzen, dass effizientes Arbeiten möglich ist und eindeutige Zuständigkeiten vorgegeben sind. Wichtige Ansprechpartner betreffend die Organisation und Planung der internen Arbeiten sind die Mitarbeiter selbst, deren Vorgesetzte sowie die Personaldelegationen. Die Organigramme über die innere Struktur werden dem Gemeinderat zur Begutachtung und Abstimmung vorgelegt.

 

Der Schöffenrat: Zusammenarbeit, Kompetenzen und Zuständigkeitsbereiche 

Wir wollen für die Mandatsperiode 2018-2023 eine klare Aufteilung der Kompetenzen und Zuständigkeitsbereiche; dies erleichtert die Arbeit mit den verschiedenen Dienststellen, da es somit direkte Ansprechpartner gibt und letzten Endes der Effizienz dient.

Eine Koalition verpflichtet zum Dialog. Im Schöffenrat wird hoher Wert auf partnerschaftliches Arbeiten gelegt. Alle Entscheidungen werden gemeinsam vom gesamten Schöffenrat getragen. Jeder wichtigen Entscheidung geht eine interfraktionelle Beratung voraus.

Wir setzen auf eine konstruktive Mitarbeit aller Gemeinderäte.

Der Schöffenrat tritt prinzipiell einmal pro Woche zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, wo alle relevanten Fragen und Dossiers gemeinsam beraten und erörtert werden.

Der Austausch mit den kommunalen Dienststellen geschieht im direkten Gespräch mit dem jeweiligen Ansprechpartner im Schöffenrat und in regelmäßig organisierten Sitzungen mit den „Chefs de Service“.

 

Die Zuständigkeitsbereiche werden wie folgt festgelegt 

  • Bürgermeister (CSV): Finanzen und Budget, Administration und Personal, Bildung, Schule und Kultur und Kultus, Klimateam, Ansprechpartner für Bürgerkommission, Regionales Zusammenarbeiten und Städtepartnerschaft, Öffentliche Sicherheit und ziviler Schutz, Entwicklungshilfe sowie Öffentlichkeitsarbeit
  • Erster Schöffe (déi gréng): Ansprechpartner für die Abteilung SUDD mit folgenden Zuständigkeitsbereichen: Stadtentwicklung, Bauten, Sozialer Wohnbau, Energie, Umwelt- und Naturschutz (Schöffe für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit)
  • Schöffe (CSV) mit folgenden Aufgabengebieten: Wirtschaftliche Entwicklung, soziale Kohäsion, Integration, Jugend, Senioren, Kultur, Sport und Freizeit, Vereinsleben und Soziales sowie Ansprechpartner für Atelier (Schöffe für Integration, Soziales und wirtschaftliche Entwicklung)
  • Schöffe (CSV): Ansprechpartner für STNI mit den Zuständigkeitsbereichen für Infrastrukturen und Verkehr sowie Verkehrssicherheit. Außerdem alle Fragen betreffend Chancengleichheit. (Schöffe für Infrastrukturen, Verkehr und Chancengleichheit)

Die Öffentlichkeits- und Informationsarbeit wird innerhalb vom Schöffenrat abgestimmt und vom Bürgermeister koordiniert. Ein Redaktionsteam wird die Dienststelle „Relation publique“ unterstützend begleiten und die Informationen entsprechend aufbereiten.

Über die Besetzung der Syndikate und betreffend die Aufteilung in den Kommissionen entscheidet der Gemeinderat entsprechend den gesetzgeberischen oder reglementarischen Vorschriften.

 

 

Lebensbereich 2: Stadtplanung, Stadtentwicklung, Stadtteilbelebung, Öffentliche Bauten 

Stadtplanung und Stadtentwicklung mit dem Ziel einer Stadt mit Charme, in der es sich lohnt, zu wohnen mit Infrastrukturen und Neuentwicklungen, die eine positive Zukunftsentwicklung erwarten lassen 

  • Eine bessere Entwicklung der Gemeinde durch einen neuen Masterplan
  • Mehr Lebensqualität in allen Wohnvierteln verwirklichen

Schifflingen hat sich in den vergangenen Jahren wesentlich verändert, demographisch jedoch auch urbanistisch betrachtet. Es gilt diese Veränderungen zu hinterfragen und mit entsprechenden Konzepten zu begleiten und zu steuern. Wir betrachten daher die Stadtentwicklung als oberste Priorität.

  • Wir wollen einen Masterplan / Plan directeur – als erforderliches Steuerungselement – für die gesamte Entwicklung unsere Gemeinde ausarbeiten, dies in Zusammenarbeit mit Experten und allen interessierten Bürgern. Die zentralen Fragen, die unser Masterplan beantworten soll, gelten u.a. dem Wie und Wo des Wachstums, der Gestaltung des öffentlichen Raumes, den Infrastrukturen im schulischen, kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich, jedoch auch den Ansprüchen einer kindergerechten, jugendorientierten und seniorenfreundlichen Gemeinde sowie der Gestaltung und Förderung einer gesunden lokalen Handwerker- und Geschäftswelt, ….
  • Der Masterplan soll außerdem den verkehrstechnischen Herausforderungen und möglichen Konsequenzen durch die Abschaffung und Beseitigung der drei Bahnübergänge sowie der neuen Ein- und Ausfahrt nach und aus Schifflingen Rechnung tragen.
  • Abgesehen vom Masterplan wollen wir in Gesprächen mit der Bahngesellschaft CFL klären, zu welchem Zeitpunkt die definitive Schließung der Bahnübergänge, besonders „beim Rio“ (PN 92) in Erwägung gezogen werden kann.
  • Wir wollen diesen Masterplan zur strategischen Entwicklung der Gemeinde bis Ende 2018 abschließen.
  • Wir wollen Schifflingen als lebenswerte Gemeinde erhalten. Deshalb wollen wir kein unbegrenztes Wachstum, sondern eine nachhaltige und kalkulierbare moderate Entwicklung anstreben.
  • Wir wollen des Weiteren eine Revision des Allgemeinen Flächennutzungs- und Bebauungsplan (PAG) anstreben, verbunden u.a. mit einer Anpassung der bestehenden Koeffizienten, der Ausweisung von “zones d’aménagement différées (Bourwiss, am Geeschtefeld)“, … wir wollen die Bebauung aktiv steuern und eine zu dichte Bebauung verhindern.
  • Wir wollen die Umsetzung der so genannten Teilbebauungspläne („Plans d’aménagement particulier PAP“) vorantreiben, mit einer absoluten Priorität für die Teilbebauungspläne der bestehenden Wohnviertel („PAP quartiers existants“).
  • Wir wollen historische Gebäude schützen und gestandene Bausubstanzen („ensembles sensibles“) erhalten. Harmonisch gewachsene Straßenzüge sollen in diesem Sinne geschützt werden. Umbauten und Neubauten sollen sich an dem Baubestand orientieren.
  • Wir wollen den kommunalen Denkmalschutz und die Denkmalpflege neu beleben und das kulturelle Erbe schützen. In diese Überlegungen sollen u.a. das Museum über den Krieg, die Resistenz, die Deportation und die Zwangsrekrutierung, die Sankt-Martin-Kirche (über die religiöse Dimension hinaus, ein wesentlicher Bestandteil im Zusammenleben der Bürger), die Denkmäler in unserer Ortschaft sowie die zu erhaltenden und schützenswerten Gebäude einbezogen werden.
  • Wir wollen das „Shared Space-Konzept“ dort verwirklichen, wo es Sinn macht, wo es zu einem Mehr an Wohn- und Lebensqualität führt. Wir wollen die zentralen Punkte, die verschiedenen Wohnviertel, den „Duerfkär“ rundum das Gemeindehaus begrünen sowie neugestalten und als reelle „Zone de rencontre“ umformen.
  • Wir wollen gleichermaßen ein Gesamtkonzept für Spielplätze und Grünflächen realisieren, und die Idee eines Abenteuerspillplatzes ausführen sowie Plätze, so z.B. in der Nähe der „Moulin Bestgen“ oder bei der Parkanlage „am Schmëttbesch als „Lieu de rencontre et de récréation“ für Jung und Alt gestalten.
  • Wir wollen neue Infrastrukturen schaffen, wobei der Masterplan als Orientierungshilfe und Leitlinie dienen wird. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir dabei einem Gesamtkonzept mit modernem Zentrum, wo sich Sport, Kultur und Konferenzräume für die lokalen Vereine besser integrieren und fördern lassen. Ihre Ausrichtung und Nutzung resultieren auf Basis der Konzeption, der Planung sowie der Lokalisierung und sie sollen vor allem einen reellen Mehrwert für Schifflingen und seine Vereine sein.

 

 

Lebensbereich 3: Kommunale Wirtschaft, Arbeitsplätze, Finanzkraft, Infrastruktur, Versorgung, Entsorgung, Entwicklung der Gemeinde 

  • Eine attraktive intakte und lebensfähige Geschäftswelt
  • Zukunftsorientierte positive Wirtschaftsentwicklung mit gesunden Handwerkerbetrieben

Die Gemeinde mit Lebensqualität beinhaltet auch eine gesunde Wirtschaftsstruktur und eine florierende Geschäfts- und Handwerkerwelt.

Die Handwerkerbetriebe und die lokalen Geschäfte sind ein wichtiger Pfeiler einer ausgeglichenen Wirtschaftsstruktur, schaffen Arbeitsplätze und sind der Garant einer lebenswerten Geschäftswelt.

  • Wir wollen die Ansiedlung neue Betriebe und Geschäfte fördern und unterstützen. Gleichermaßen wollen die Ansiedlung und Niederlassung neuer Betriebe oder „Start-Ups“, so u.a. aus dem modernen und innovativen Technologiebereich vorantreiben. Wir wollen gemeinsam mit den Handwerker- und Geschäftsbetrieben entsprechende Konzepte betreffend die Promovierung einer vielfältigen und attraktiven Geschäftswelt erörtern.
  • Ein attraktiver Arbeitsstandort zeichnet sich durch ein diversifiziertes Angebot aus, daher wollen wir neben dem Handwerk und der lokalen Geschäftswelt auch den Dienstleistungsbereich in der Gemeinde aufbauen und Arbeitsplätze in diesem Sektor schaffen.
  • Die Zusammenarbeit und die Koordinierung mit dem lokalen Geschäftsverband in der „Structure de projets d’attractivité Schifflange (SPAS)“ wird revitalisiert und weitergeführt. Die Modalitäten der Zusammenarbeit, die Rolle und die Ziele der Struktur wollen wir laufend überdenken und zielorientiert definieren. Sie soll primär eine Plattform zwischen den Partnern der lokalen Geschäftswelt und der Gemeinde sein, jedoch unter Einbindung der Verantwortlichen des Tertiärsektors und der Industrie. Ziel muss es sein den Wirtschaftsstandort Schifflingen zu festigen und die Attraktivität der lokalen Geschäftswelt nachhaltig zu verbessern.
  • Wir wollen in diesem Sinne die Geschäftsstraßen beleben, konkrete Strategien entwickeln und steuern sowie zusätzlichen Parkraum schaffen; dies alles wohlwissend, dass die neue Einfahrt ins Zentrum der Ortschaft andere (z.B. verkehrstechnische) Konzeptionen abverlangt. Hierzu gehört auch das zur Verfügung stellen von bezahlbaren Räumlichkeiten oder Bauflächen nach vom Gemeinderat fixierten Modalitäten.
  • Wir wollen das Konzept von Geschäften im Haus A Kassen (auch Haus Schou genannt) überprüfen und vorantreiben, damit die konkrete Umsetzung schnellstmöglich abgeklärt und zum Abschluss gebracht werden kann.
  • Wir wollen dem „Commerce de Proximité“ die notwendige Aufmerksamkeit widmen und zu neuem Aufschwung verhelfen; dies im Interesse der Konsumenten und Mitbürger.
  • Wir wollen die Diversifikation an Arbeitsplätzen verbessern, die neuen Gewerbeflächen in den Aktivitätszonen (u.a. „Zone d’ Activité Economique Op Herbett“) jedoch auch innerhalb der Ortschaft bieten dafür genügend Möglichkeiten, wohl wissend, dass die Gemeinden bei der Ansiedlung und Niederlassung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten eine durchaus aktivere Rolle übernehmen kann.
  • Wir wollen die Aktivitätszone „ZAE Op Herbett“ zum Pilotprojekt für eine moderne Wirtschaftszone aufwerten. Hier bietet sich die einmalige Gelegenheit im Bereich der „Economie circulaire“ ein Konzept mit einem gemeinsamen Abfallmanagement, einer gemeinsamen Flächennutzung und damit einer Reduktion an Flächenverbrauch durch Synergien und durch andere Bauweisen zu definieren. Auch in Sachen Energieeigenproduktion sowie in der Regenwassernutzung und der Realisierung von gemeinsamen Grünanlagen oder Parkraum bieten sich neue Chancen, die wir umsetzen wollen.
  • Die Revalorisierung der Industriebrachen von ArcelorMittal bietet der Gemeinde neue Perspektiven. (siehe Kapitel „Rekonversion der Friche von ArcelorMittal)
  • Betreffend die Industriezone „Um Monkeler“ wollen wir eine breite Diskussion führen, um die infrastrukturellen Probleme und besonders die verkehrstechnischen Aspekte anzugehen. Es gilt die Schwachstellen zu beheben und für alle anfallenden Probleme, effektive und zielgerichtete Lösungen zu finden. Dort, wo es notwendig ist, werden wir reglementarisch eingreifen. Wir werden außerdem bei den staatlichen Instanzen und Verwaltungen (und in Kooperation mit den Nachbargemeinden) vorstellig werden, um gemeinsam Antworten auf die zahlreichen Fragen zu finden. Wir wollen regelmäßig prüfen, ob die dort ansässigen Unternehmen auch noch nach Jahren im Einklang mit ihrer Kommodogenehmigung sind. Dieser prinzipielle Anspruch gilt für alle in Schifflingen ansässigen Betriebe.
  • Wir wollen einen interessanten und gut florierenden Wirtschaftsstandort Schifflingen auch durch Kooperationen in gemeindeübergreifenden Syndikaten anstreben, um so die Qualität zu steigern und die Effizienz zu gewährleisten.

 

Leitlinie Masterplan – Kultur stärken Sport fördern – Modernes Kanalnetz 

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, wollen wir einen Masterplan ausarbeiten, der die Leitlinie für die Schaffung neuer Infrastrukturen und für die Renovierung bestehender Gebäude bilden soll. Hinsichtlich des Baus eines Kulturhauses und der definitiven Gestaltung der „Place Grande-Duchesse-Charlotte“, werden erst dann definitive Entscheidungen getroffen, wenn der Masterplan vom Gemeinderat verabschiedet wurde.

Bis auf Weiteres wird das aktuelle Projekt zum Bau eines Kulturhauses gestoppt.

Wir haben in Schifflingen viele Vereine, die ein vielfältiges Angebot an Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten anbieten. Sie beleben das gesellschaftliche und soziale Leben unserer Gemeinden. Sie sind ein wichtiger Partner für und mit der Gemeinde bei lokalen Festen und Veranstaltungen. Wir wollen diese gemeinsame Zusammenarbeit auch weiterhin gezielt fördern.

Der Infrastrukturbereich Schule ist im Sinne der gesamten Bevölkerungsentwicklung ein es der wichtigsten Themen, die wir ständig im Auge behalten müssen.

  • Vor allem die Schulgebäude sind uns ein großes Anliegen. Sie werden in die Planungen neuer Infrastrukturen oder Renovierungen eingebunden. Dort, wo Renovierungen notwendig sind und sich rechtfertigen, sind bauliche Maßnahmen durchzuführen. Erweist sich allerdings der Bau einer neuen Schule als Notwendigkeit, so werden wir im Sinne zukunftsorientierter Schulentwicklung auf einen Neubau hinsteuern und planen müssen.

Die Lösung von Versorgungs- und Entsorgungsproblemen gehören zu den wichtigsten Aufgaben, denen sich eine Kommune nicht entziehen darf. 

  • Neue Infrastrukturen brauchen als Leitlinie einen Masterplan. Neue Infrastrukturen sollen die Kulturarbeit stärken und den Sport fördern.
  • Auch die Einführung eines flächendeckenden Kanaltrennsystems kann entsprechend der Vorgaben des Masterplans umgesetzt werden.
  • Wir wollen das Wärmenetz ausbauen, eine dritte Wärmekraftkopplungsanlage bauen, in den Teilbebauungsplänen anregen, dass – dort wo es Sinn macht – gemeinsame Heizzentralen die Häuser eines Wohnviertels mit Energie beliefern und die Online-Kontrollen der gemeindeeigenen Heizzentrale ausbauen.
  • Wir werden das Trinkwassernetz optimieren und auch hier online-Kontrollen einsetzen, um Schadstellen konsequent zu ermitteln.
  • Wir werden bei den staatlichen Stellen vorstellig werden, damit der Schallschutz entlang der „Collectrice du Sud“ schnellstmöglich angebracht wird.
  • Ein weiteres Ziel ist kurz- und mittelfristig das Vorhaben der Eliminierung von „Fosses septiques“ sowie Zisternen, so u.a. in der „Cité Emile Mayrisch“ umzusetzen. Wir wollen dabei konkret prüfen, wie die Anschlüsse ans Kanalnetz geregelt werden können, und wie die Gemeinde die betroffenen Haushalte unterstützen und begleiten kann. Wir wollen dabei auch auf ein System der Vorfinanzierung setzen.
  • Wir werden auch in Zukunft die Straßen- und Kanalerneuerungen nach gewissen Prioritäten und Dringlichkeiten sowie in Absprache mit u.a. mit „Sudgaz, Creos, Eltrona“ und Post koordinieren und durchführen.

 

Die Rekonversion der ArcelorMittel-Friche erlaubt neue Perspektiven und Chancen für Schifflingen. 

Die ersten Berichte und Machbarkeitsstudien betreffend die weitere Entwicklung und Umnutzung der Escher und Schifflinger Areale des Stahlstandortes von Arcelor Mittal liegen vor. Die Diagnosen und die ersten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Industriebrache der “Schëfflenger Schmelz” zahlreiche neue Perspektiven bietet.

Die freiwerdenden Flächen sollen für Wohnungsbau, Aktivitätszonen und Freizeitangebote genutzt werden, jedoch je nach Möglichkeit und Bedarf ebenso für Schul-, Sport- und Kulturinfrastrukturen (auch mit regionalem Charakter). Die vorliegenden Umweltergebnisse deuten jedenfalls daraufhin, dass es keine schwerwiegenden Belastungen gibt, die jedwede Planung bremsen könnten. Wir wollen die Revalorisierung der ArcelorMittal-Brachen aktiv vorantreiben. Es gilt, diesen neuen „Site Esch-Schifflingen“ so zu planen, dass er einen Mehrwert für die Einwohner aus Schifflingen und den Nachbargemeinden ermöglicht.

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass

  • die konsequente Vertretung der Schifflinger Interessen weiterhin garantiert und gewahrt bleiben, und dass die Gemeinden und ihre Bürger konkret in die bevorstehende Ausarbeitung eines Entwicklungskonzeptes eingebunden werden. Die Gemeinde Schifflingen muss dabei ein gleichwertiger Partner bleiben, wohl wissend, dass alles was an neuen Entwicklungen und Infrastrukturen geplant und umgesetzt wird, einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität in Schifflingen haben wird.
  • eine ausgewogene Entwicklung des ehemaligen Industriestandortes Esch-Schifflingen betreffend das Gleichgewicht zwischen Wohneinheiten, Geschäftsflächen und Freizeitmöglichkeiten oberste Priorität hat.
  • eine korrekte Anbindung und optimale Vernetzung des Entwicklungsstandortes mit Schifflingen erreicht wird, so u.a. auch durch öffentliche Verkehrsmittel, durch Fußgänger- und Radfahrwege.
  • die Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden – vor allem mit Esch – stärken, und versuchen, so dass regionale Pläne und Absichten, wie z.B. Aktivitätszonen, schulische und sportliche Infrastrukturen sowie das Projekt eines Museums über den „Schmelzaarbechter“ oder sonstige Freizeitinfrastrukturen konkretisiert werden können.
  • die Chance genutzt wird, angrenzende Wohnviertel bestmöglich an das Entwicklungsgebiet anzubinden, und umgekehrt, das Entwicklungsgebiet nahtlos in die bestehende urbane Struktur zu integrieren, um somit eine Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität herbeizuführen.

Bei der möglichen Aufteilung des Areals auf die jeweiligen Gemeinden, werden wir darauf achten, dass Schifflingen nicht benachteiligt wird. Die Entwicklung des Areals muss auch einen Mehrwert für unsere Gemeinde darstellen. Wir werden deshalb die Idee eines „Remembrement“ einbringen.

Auch die mögliche Grünflächenvernetzung der Naherholungsgebiete und Naturschutzflächen u.a. „Brill, Pudel, Galgenbierg a Lallénger Bierg“ … bietet eine große Chance, für die Einwohner und die Natur. Wir werden darauf hinwirken, dass diese Chance genutzt wird. Wir werden die Planarbeiten zur Umnutzung des traditionsreichen Industriegeländes intensiv begleiten. Es gilt, die Zukunftschancen für unsere Gemeinde sowie die der Südregion und deren Bürger zu nutzen.

 

Finanzen: Nachhaltig, verantwortungsbewusst, leistungsfähig 

Nur eine Gemeinde, die finanziell auf gesunden Füssen steht, ist auch zukunftsfähig. Gesunde Finanzen und eine verantwortungsbewusste Finanzplanung sind die Basis für eine leistungsfähige Gemeinde.

  • Wir wollen die Finanzen rationell einsetzen und kontrolliert steuern, eine nachhaltige Politik gestalten und versuchen, neue Geldquellen zu erschließen. Wir wollen die Gemeindeschuld auf niedrigem Niveau halten, mit dem Ziel die jährlichen Rückzahlungen in einem annehmbaren Rahmen zu halten, der gemäß den staatlichen Empfehlungen als verträglich gilt.
  • Wir wollen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Finanzmitteln sowie die Überprüfung von Einsparpotentialen, um unnötige Anhebungen von Abgaben und somit zusätzliche Belastungen für den Steuerzahler zu vermeiden. Die laufenden Kosten, die den ordentlichen Haushalt abgrenzen, müssen in einem verträglichen und angemessenen Rahmen bleiben.
  • Wir wollen die Schaffung von Reservefonds in den Bereichen Infrastrukturen, Wasser, Abwasser und Energiezentralen prüfen.
  • Die Erstellung eines Mehrjahresfinanzierungsplans („plan pluriannuel de financement“) bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe, gilt es doch eine Projektion von möglichen ordentlichen und außerordentlichen Ausgaben aufzuzeigen, die künftigen Personal- und Unterhaltskosten abzuschätzen und somit eine bessere Planung der künftigen Entwicklung der Finanzen zu erfassen. Der Mehrjahresfinanzierungsplan muss daher als wichtiges und unverzichtbares Planungselement noch stärker als bisher in die Arbeiten im Gemeinde- und Schöffenrat einbezogen werden.
  • Wir wollen über das neue Abfallreglement, welches sich bewährt hat und wodurch die Menge an Restmüll um 15% gesenkt werden konnte, noch stärker informieren, um so die Mitbürger zu sensibilisieren, aktiv bei der Müllvermeidung und Mülltrennung mitzumachen.
  • Die Trinkwasser- und Abwassertaxe muss den Kriterien der Nachhaltigkeit Rechnung tragen, und derart gegliedert sein, dass sich ein sparsamer Umgang mit dem Gut Wasser für die Konsumenten lohnt. Wir werden die aktuellen Taxenreglements im Hinblick auf Gerechtigkeit und Kostendeckung hinterfragen und gegebenenfalls neu gestalten.

 

 

Lebensbereich 4: Nachhaltige Umweltentwicklung, Klimaschutz, Energie- und Ressourcenpolitik und Partnerschaften 

  • Klimaschutz genießt weiterhin eine hohe Priorität
  • Nachhaltigkeit und aktiver Umweltschutz lohnt sich

Wir sind uns der Notwendigkeit des kommunalen Umwelt- und Naturschutzes vollauf bewusst, gilt es doch die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, abzusichern und dort, wo es notwendig erscheint, geschädigte Bereiche wieder zu verbessern.

Unsere Gemeinde erhielt bekanntlich als erste Luxemburger urbane Gemeinde die Auszeichnung „Gold Certificate of European Energy Award“. Ohne Zweifel ein sichtbares Zeichen, dass Natur- und Klimaschutz in unserer Gemeinde eine große Rolle spielen, und viele Projekte das Prinzip der Nachhaltigkeit erfüllen.

  • Wir wollen diese Politik fortführen, die Arbeiten zusätzlich aufwerten und die konkrete Umsetzung fortsetzen. Wir wollen weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Erweiterung der Biodiversität leisten, verbunden mit dem Ziel, Ökodienstleistungen langfristig zu erhalten und abzusichern. Die lokalen Natur- und Umweltschutz voranbringen und aktiven Schutz für die Gesundheit der Bürger leisten. Die lokalen Umwelt- und Naturschutzorganisationen finden bei der Gemeinde einen echten Partner für Zusammenarbeit und Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzinitiativen.
  • Das Klimateam Schifflingen wird dabei eine primäre Rolle übernehmen. Wir werden diese gute Arbeit weiterhin unterstützen. Die vom Klimateam ausgearbeiteten Ziele für ein Mehr an Klimaschutz verstehen wir als konkreten Auftrag. Wir werden daher im Gemeinderat eine breite Diskussion über unsere kommunalen Klimaschutzziele anvisieren, mit dem Ziel der Einhaltung sowie der Festlegung neuer Objektive (80% plus) und der konsequenten Weiterentwicklung der Ziele des Klimapakts.
  • Wir wollen auch in den kommenden Jahren eine aktive Rolle bei der Nutzung und Herstellung von regenerativer Energie spielen. In diesen Prozess für Klimaschutz wollen wir die Bürger zum aktiven Mitmachen motivieren. Betriebe wollen wir anregen, gemeinsam mit den kommunalen Umweltbehörden eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen, die Ressourcen schont und Kosten reduziert.
  • Wir wollen dafür sorgen, dass die vielen Maßnahmen, die im Energie- und Klimaschutzstrategiedokument vom Klimateam initiiert und vom Gemeinderat verabschiedet wurden. integral und konkret umgesetzt werden. . Wir wollen die kommunalen Betriebe und Unternehmen in diesen Prozess stärker einbinden, vor allem bei der Lösung der Frage, wie wir die Strom- und Wasserversorgung sowie die Mobilität der Zukunft ausrichten können.
  • Wir wollen die private Beteiligung an Bürgerenergiezentralen anregen. Des Weiteren wollen wir Akzente – einschließlich der Einführung zweckmäßiger Subventionen – setzen, die den Bürger motivieren, Energie zu sparen oder gar selber Energie zu produzieren.
  • Umweltfreundliches und nachhaltiges Bauen mittels Einsatz von nachhaltigem Baumaterial – die Gemeinde muss hier mit gutem Beispiel vorangehen – wollen wir fördern und gegebenenfalls durch Prämien finanziell unterstützen. Wohnviertel sollen begrünt werden, wobei auch private Initiativen begleitet werden: Die die Flachdach- und Fassadenbegrünung wollen wir gezielter fördern.
  • Doch nicht nur im Bereich der Energiepolitik wollen wir aktiv sein. Es gilt auch alles Mögliche zu unternehmen um den Wasserverbrauch zu reduzieren. An erster Stelle wollen wir dafür sorgen, unkontrollierte Wasserverluste und -austritte im Netz (oder den Trinkwasserbecken) zu erfassen (es sind dies immerhin bis zu 25%) und zu verringern. Unnötiger Wasserverbrauch und Wasserverlust müssen verhindert werden. Wir müssen diese Fehlstellen / Schwachstellen aufspüren und resolut beheben. Durch ein inzitatives Wassertaxenreglement wollen wir den Konsumenten zu einer Einschränkung des Wasserverbrauchs ermuntern.
  • Wir wollen dafür sorgen, dass für die vielen Anwendungen, wo Trinkwasser nicht erforderlich, vermehrt auf Regenwassernutzung und -rückgewinnung gesetzt wird. Wir werden prüfen, ob es legal möglich ist, dies im Bautenreglement vorzuschreiben.
  • Wir wollen darüber hinaus die Überlegungen zur Einführung einer Versieglungsabgabe konkretisieren, und die Mitbürger bewegen Grundstücke nicht völlig zu versiegeln.
  • Wir wollen auf Abfallvermeidung und Abfallentsorgung setzen. Unser Prinzip: Wer weniger Abfall produziert und mehr recycliert wird belohnt. Wir wollen dafür sorgen, dass die Quantität von Verpackungs- und Restabfall kontinuierlich abgesenkt werden, und setzen uns zum Ziel, dass die Quantität pro Einwohner an Restmüll unter 100 kg/Jahr gesenkt wird.
  • Auch im Schulrestaurant wollen wir gemeinsam mit den Betreuungskräften und dem Küchenbetreiber Maßnahmen in die Wege leiten, die eine optimale Verwendung von Lebensmittel ermöglichen, damit die Vergeudung von Lebensmitteln deutlich herabgesetzt werden kann.
  • Wir wollen bei lokalen Festen Systeme der Müllvermeidung und Mülltrennung einführen. Dieses Abfallkonzept beinhaltet u.a. die Vermeidung und Reduzierung aller Abfälle, die Verwendung von Mehrwegsystemen und die Minimierung der Verpackungen, die Reduktion von Infomaterialien und Flyern sowie ausreichende und sichtbar gekennzeichnete Abfallbehälter für die unterschiedlichen Abfallstoffe.

Durch gezielte Information und Motivation wollen wir dem Problem des „Littering“ (achtloses Wegwerfen von Müll am Wegesrand oder auf öffentlichen Plätzen) begegnen.

 

Partnerschaften und grenzüberschreitende Zusammenarbeiten 

Die Gemeinde ist auf die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, mit Betrieben, Vereinigungen und in Syndikaten angewiesen. Dies betrifft administrative, soziale, kulturelle, sportliche und wirtschaftliche sowie ökologische Befugnisse respektive Belange.

  • Wir wollen dieses Zusammenarbeiten überschaubar, transparent, effizient, gerecht und demokratisch gestalten. Wir werden die Vertreter und Delegierten der Gemeinde verpflichten, den Schöffen- und Gemeinderat regelmäßig über die Arbeiten in den Syndikaten (u.a. SIVEC, SUDGAZ, Sicona, SIDOR, Sigi, Minettkompost, TICE, SYCOSAL, SES, SICEC, ProSud), oder sonstigen gemeindeübergreifenden Gremien zu informieren. Dadurch werden deren Aktivitäten und Arbeiten öffentlicher und sichtbarer. Zusätzlich können auch die Positionen vom Gemeinderat je nach Notwendigkeit und Möglichkeit beraten und geklärt werden.
  • Wir wollen die ambitiösen Programme des grenzüberschreitenden Zusammenarbeitens im GECT ernst nehmen und weiterhin als treibende Kraft stützen. Auch in die notwendige Zusammenarbeit in der Südregion im Rahmen von PROSUD und ORT-Sud wollen wir uns aktiv einbringen, um unseren Beitrag zu leisten, mit dem Ziel und Willen der regionalen Zusammenarbeit einen noch stärkeren Auftrieb zu geben.
  • Wir werden die Städtepartnerschaft mit Drusenheim aufrechterhalten und mit neuen Impulsen beleben. Neue Partnerschaften wollen wir nicht ausschließen.

 

 

Lebensbereich 5: Verkehr, Mobilität, Sicherheit 

Moderne Verkehrskonzepte gestalten – Wirksamere Mobilität ermöglichen

  • Wir wollen einen Masterplan „Mobilitéit“ aufstellen, wo alle Aspekte einer modernen Mobilität sich wiederfinden und aufeinander abgestimmt sind, verbunden mit dem Ziel die „Mobilité active“ zu fördern.
  • Wir wollen ein innerörtliches und benutzerfreundliches Verkehrskonzept erstellen, das zu einer Reduzierung des Individualverkehrs führen soll, das den Bürger motivieren soll sich mit dem Rad oder zu Fuß zu bewegen. Wir wollen daher ein kommunales Fahrradwegenetz anlegen, welches sich an die nationalen Radwege anschließen kann, und so organisiert ist, dass die Wohnviertel derart unter einander verbunden sind, dass man das Zentrum sicher und bequem zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann.
  • Das Pedibus-Konzept – die Schulkinder sollen ihren Schulweg mit Begleitpersonen zu Fuß zurücklegen – wird weiterhin gefördert. Das Velo’k-system wird ausgebaut. Der öffentliche Transport soll mit neuen Impulsen aufgewertet werden.
  • Die innerörtliche Mobilität, die Gestaltung des öffentlichen Raumes, das Parkraummanagement, der Wohnungsbau und das Bevölkerungswachstum muss derart geplant werden, dass es zu einer maßgeblichen Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität kommen wird.
  • Wir wollen bei allen Straßenbauprojekten der sanften Mobilität einen Vorrang geben.
  • Darüber hinaus soll die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden Wirklichkeit werden; dies nach dem Prinzip des „design for all“ und in Zusammenarbeit mit hier ausgebildeten und anerkannten Spezialisten.
  • Wir wollen die Verkehrsgestaltung unter Einbindung regionaler Lösungen verbessern und durch gemeindeübergreifende Konzepte besser abstimmen. Neue Straßen im regionalen Raum müssen Schifflingen entlasten und nicht zusätzlich belasten. Mit der denkbaren Neuerschließung des Industriegeländes von ArcelorMittel auf Escher und Schifflinger Gebieten soll über neue Verkehrswege nachgedacht werden, die in unserer Ortschaft und über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus zu einer Verkehrsentlastung führen müssen.
  • Wir wollen die permanente Evaluierung der Verkehrsreglements und Verkehrskonzepte anstreben; es ist dies die Grundlage für ein Mehr an Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit.
  • Wir wollen ein Konzept für Parkraummanagement. Wir werden die Schaffung von neuem Parkraum prüfen, wobei auch der Bau von Parkhäusern an der Peripherie des Ortskernes als Möglichkeit zu betrachten ist. Gleichermaßen sollen Privatpersonen die Möglichkeit haben Parkraum in innerörtlichen Parkhäusern zu mieten oder zu erwerben. Ein Leitsystem für Parkraum soll eingeführt werden.
  • Das Reglement für Verkehr wollen wir regelmäßig überprüfen und anpassen. Auch das kommunale Parksystem mit „Parking résidentiel“, „Parking payant“ und Parken mit Parkscheibe werden wir regelmäßig überprüfen und anpassen. Wir wollen die Tempo-20-Zonen, auch Spielstraßen-Zonen genannt, in die Überlegungen für ein Mehr an Verkehrssicherheit einfließen lassen; dies gilt besonders rundum die Schulgebäude und im Interesse der Mitmenschen mit eingeschränkter Mobilität rundum alle öffentliche Gebäude, wo wir Tempo-20-Zonen als „zone de rencontre“ einführen wollen. Dies wird demnach auch eine Maßnahme sein im Interesse der Mitmenschen mit eingeschränkter Mobilität.
  • Um den Herausforderungen, denen sich unsere Gemeinde in den kommenden Monaten und Jahren auf dem Gebiet der Stadt- und Gemeindeentwicklung, der Verkehrsgestaltung und der öffentlichen Infrastrukturen sowie der privaten Bauprojekte stellen und gerecht werden muss, werden wir die Einstellung eines Städteplaners („Architect-urbaniste“) anstreben, bzw. die enge Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachexperten stärken, gilt es doch die Entwicklungen und neuen Herausforderungen kompetent zu begleiten und aufeinander abzustimmen.
  • Wir wollen die Attraktivität des „Ruff Bus“ weiter fördern, den administrativen Ablauf verbessern, den Kundenservice optimieren und neue Anfahrtsziele und Verbindungen definieren, so wollen wir zum Beispiel die Hin- und Rückfahrt zum Krankenhaus nach Esch/Alzette anbieten.

 

Eine sichere Gemeinde mit starken Rettungsdiensten 

  • Wir wollen eine Gemeinde, wo die Bürger sich geborgen und sicher fühlen. Die Bürger haben ein Recht auf Sicherheit und Schutz.
  • Wir wollen uns einsetzen für die Sicherheit und die öffentliche Ordnung in der Gemeinde. Polizei und Rettungsdienste werden wir bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützen. Polizeikräfte vor Ort sind ebenso unerlässlich, wie effiziente Zivilschutzdienste, deren ehrenamtlich Tätigen in Feuerwehr und Rettungsdiensten als wichtigste Stütze gelten. Die „agents municipaux“ und der „garde champêtre“ sollen auf Gemeindeniveau den Respekt des Polizeireglements und der Verkehrsreglements überprüfen und sollen auch als Ansprechpartner für Vergehen u.a. in Umweltangelegenheiten sein.
  • Außerdem würden wir eine neue Dynamik des „Comité de prévention locale“ begrüßen, und diesen gegebenenfalls neu aufstellen, sowie die Verkehrs- und Sicherheitskommission beauftragen, im Bereich Prävention Vorschläge und Empfehlungen zu unterbreiten und neue Entwicklungen aktiv zu begleiten.

 

 

Lebensbereich 6: Wohnbau, Sozialer Wohnbau, Familie 

Priorität für sozialen Wohnbau

Ansprechende Wohnungen und ein komfortables Wohnumfeld in der Gemeinde sind der wichtigste Lebensraum für alle, für Familien mit und ohne Kinder, für Jung und Alt. Die wohnfreundliche und harmonische Wohninfrastruktur unserer Gemeinde soll laufend verbessert werden. Wir wollen daher eine wohldurchdachte Wohnungsbaupolitik mit klaren Auflagen bei allen Bauprojekten abstimmen; dabei setzen wir auf Pragmatismus, Nachhaltigkeit und Qualität.

  • Wir wollen eine aktivere Rolle bei der Schaffung von Wohnraum übernehmen, dies mit dem Ziel bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Eine spezielle Priorität gilt dem sozialen Wohnungsbau. Wir stellen uns dieser Herausforderung, und wollen schnellstmöglich dieser Nachfrage gerecht werden.
  • Wir werden dies in enger Kooperation tun mit den staatlichen Instanzen, den nationalen und kommunalen Einrichtungen und Sozialdiensten, wohl wissend, dass in diesem Bereich echter Handlungsbedarf besteht. Wichtige Partner sind dabei auch die öffentlichen Träger im sozialen Wohnungsbau, so z.B. der „Fonds de Logement und die Société nationale d’habitations à bon marché (SNHBM)“.
  • Auch in Sachen Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge, werden wir uns den Diskussionen nicht verschließen und dem Machbaren nicht verwehren, und eine konkrete Zusammenarbeit mit u.a. den zuständigen Ministerien, dem „Office luxembourgeois de l’accueil et de l’intégration (OLAI)“, dem Roten Kreuz, der Caritas, sowie „Office social“, „Agence sociale immobilière“…) anstreben.
  • Wir wollen Wohnraum schaffen, jedoch nicht um jeden Preis. Wir wollen einen moderaten Ansatz wählen und den Flächenverbrauch reduzieren. Wir wollen die Bebauung und Besiedlung von Baulücken prioritär fördern. Wir wollen sozialen Wohnungsbau und die Bereitstellung von günstigem Bauland. Die entsprechenden Fördermaßnahmen des Staates wollen wir dabei in Anspruch nehmen.
  • Wir werden die angelaufene Renovierung der gemeindeeigenen Wohnungen fortführen, sie müssen den energietechnischen Normen entsprechen und so ein Mehr an Lebensqualität für die Mieter bieten. Wir wollen für die gemeindeeigenen Wohnungen eine Vergaberichtlinie mit prinzipiellen Kriterien erarbeiten und dem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegen.
  • Wir wollen bei den Mietpreisen auch eine Staffelung in Abhängigkeit von der Energieklasse andenken.
  • Wir wollen die Idee der Schaffung von Studentenwohnungen für die nahegelegene Uni Belval resolut umsetzen und gleichermaßen Wege und Mittel finden, um jungen Menschen kostengünstigen Wohnraum bereitzustellen
  • Wir wollen neuen Wohnformen ermöglichen. In diese Überlegungen wollen wir auch die Initiative des „Betreuten Wohnens“ und der „Ambulanten Pflege“ mit einfließen lassen. Es sind dies Projekte im Interesse für Menschen über 60 Jahre, für Mitbürger mit eingeschränkter Mobilität und für Menschen mit einer Behinderung. Wir wollen private Bauunternehmer und Immobilienmakler ermutigen mit der Gemeinde derartige Projekte gemeinsam zu konkretisieren.
  • Wir werden auch die Idee von Wohnkooperativen fördern. Wir werden die Idee zur Schaffung eine kommunale Dienststelle für Wohnbau prüfen und bei Bedarf handeln.

Wir werden die Teilbebauungspläne so definieren, dass eine maximale Wohn- und Lebensqualität möglich ist. Stichworte sind hier: weniger Verkehrsaufkommen in den Wohnvierteln, Schaffung und Pflege von Gemeinschaftsflächen im öffentlichen Raum mit großzügigen Grünflächen, attraktive Spielplätze, gesunde gesellschaftliche Durchmischung („mixité sociale“), Verbesserung der Luftqualität durch Begrünung, Verringerung der Lärmbelästigung usw. …

 

 

Lebensbereich 7: Gesundheit, soziale Entwicklungen, Alter- und Gesundheitsvorsorge, Integration, Chancengleichheit und Senioren 

  • Solidarität nach innen und nach außen
  • Verständnis zwischen den Generationen und Kulturen stärken.
  • Die Integration ausländischer Mitbürger fördern.
  • Wir wollen das Miteinander der Generationen, der Kulturen und Nationalitäten weiterhin fördern. Lokale Fester und Veranstaltungen wie das „Schëfflenger Fest“, das Ferriminera-Festival oder das Integrationsfest (auch „Festival des Cultures“) sowie die Zusammenarbeit mit dem Clubhaus Beim Kiosk, der „Maison des Jeunes“ und den lokalen Vereinen werden diesbezüglich wichtige Bestandteile einer Politik des Miteinanders bleiben. Neue Formen der Zusammenarbeit wollen wir ebenso nicht ausschließen wie die Neuorientierung der von der Gemeinde organisierten Lokalveranstaltungen und Festivitäten. Die beratenden kommunalen Kommissionen werden in diesen Meinungsprozess eingebunden.
  • Auch in diesem Sinne soll ein Seniorenkommunalplan erstellt werden. Die seniorengerechte Planung der Gemeindeinfrastrukturen nach dem Prinzip des „Design for all“ wird ein absolutes Muss. (Design für Alle (DfA) ist ein Konzept für die Planung und Gestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Infrastrukturen, mit dem Ziel, allen Menschen deren Nutzung ohne individuelle Anpassung oder besondere Assistenz zu ermöglichen. Konkret sind damit Lösungen gemeint, die besonders gebrauchsfreundlich und auch bei individuellen Anforderungen, z.B. aufgrund des Alters oder einer Behinderung, benutzt werden können. Das Konzept berücksichtigt dabei, dass die Design-für-Alle-Lösungen von den Konsumenten als komfortabel und attraktiv wahrgenommen werden.)
  • Alle Gemeindeprojekte / Gemeindeinfrastrukturen wollen wir nach dem Prinzip des „Design for all“ umsetzen respektive ausstatten. Dabei soll bereits bei der Planung ein besonderer Wert auf Barrierefreiheit gelegt werden.
  • Das „Clubhaus beim Kiosk“ wird bei diesen Projekten ein wichtiger Ansprechpartner sein. Die Tätigkeiten der vorwiegend für Senioren aktiv Institution werden wir weiterhin unterstützen und begleiten
  • Auch in Sachen Gesundheitswesen wollen wir aktiv sein und werden uns um die Schaffung eines so genannten „Centre médicale“ bemühen; dies mit dem Ziel die medizinische Betreuung aller Mitbürger garantieren zu können. Wir wollen ebenfalls darauf hinwirken, dass neben den Allgemeinmedizinern auch Spezialisten sich in unserer Gemeinde niederlassen. Wir werden diesbezüglich Gespräche mit dem Gesundheitsministerium und den Ärztevereinigungen führen.
  • Im Rahmen der vor über zehn Jahren ins Leben gerufenen Vereinigung „Schëffleng hëlleft asbl“ werden wir weiterhin projektgebundene kommunale Entwicklungshilfe leisten. „Schëffleng hëlleft asbl“ wird allerdings auch ein wertvolles Instrument bei der Unterstützung nationaler Hilfsorganisationen sein

Die Beschäftigungsinitiativen, die Stärkung der Solidarwirtschaft und verschiedene Maßnahmen wie u.a. die Schaffung einer „Epicerie social“, das „Urban gardening“ sowie Bürgerkooperativen für erneuerbare Energie sehen wir als neue Pfeiler der Solidarität und des Miteinanders.

  • Wir wollen daher die Solidarwirtschaft stärken. Dabei wollen wir mit dem CIGL und anderen Beschäftigungsinitiativen, u.a. „Pro Actif“ die Ausdehnung des Beschäftigungsfeldes prüfen. Auch soll die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen CIGL (z.B. im Garten- und Gemüseanbau) kein Tabu sein. Wir wollen ebenfalls prüfen, wie und was wir im Rahmen der vom Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft entwickelten Programme zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit beitragen können.
  • Verschiedene Maßnahmen wie u.a. die Schaffung einer Einkaufsstruktur, wo sozial schwächer gestellte oder finanziell minderbemittelte Mitbürger zu günstigeren Preisen einkaufen können, werden wir mit den zuständigen Instanzen beraten und gegebenenfalls in die Wege leiten. Das „Urban Gardening“ sowie Bürgerkooperativen für erneuerbare Energie sehen wir als neuen Pfeiler der Solidarität und des Miteinanders.
  • Wir wollen das Verständnis zwischen den Kulturen und Generationen stärken. Das kommunale Vereinsleben in Sport, Kultur und Freizeit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Vereine können daher auch weiterhin auf die Unterstützung der Gemeinde bauen. Wir werden auch in Zukunft für ein abwechslungsreiches Kulturleben sorgen, entsprechende Konzepte entwickeln, neue Impulse setzen, gegebenenfalls neue Kulturprojekte initiieren und den Kulturschaffenden aus Theater, Musik, Gesang und Kunst hilfreich zur Seite stehen. Wir werden dabei auch auf regionale Netzwerke zurückgreifen. Dabei werden wir auch auf die bewährte Arbeit des lokalen „Syndicat d’Initiative et de Tourisme“ zurückgreifen.
  • Wir wollen darüber hinaus einen „Plan communal d‘intégration“ vorlegen, wohl wissend, dass Migration bzw. Zu- und Abwanderungen wesentliche Merkmale einer Stadtentwicklung bilden, ihre Dynamik prägen, zur Bereicherung beitragen, jedoch auch Fragen aufwerfen, die es zu lösen gilt.

 

 

Lebensbereich 8: Freizeit, Erholung, Sport 

Wir haben in Schifflingen viele Vereine, die ein vielfältiges Angebot an Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten anbieten. Sie beleben das gesellschaftliche und soziale Leben unserer Gemeinde. Sie sind ein wichtiger Partner für die Gemeinde bei lokalen Festen und Veranstaltungen. Wir wollen diese gemeinsame Zusammenarbeit auch weiterhin gezielt fördern.

Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung hat dazu geführt, dass einerseits immer mehr Menschen immer mehr Freizeit genießen können und andererseits gerade im Gegenteil immer mehr Menschen im Arbeitsleben überlastet sind, Burnoutprobleme immer häufiger auftreten und viele Menschen, aus finanziellen Notlagen heraus oder um sich mehr materielle Vorteile zu beschaffen, zweit- und Drittjobs annehmen.

Die Zahl der physischen und psychischen Krankheiten durch negativen Stress nimmt allgemein zu. Heute wissen wir, dass man mit aktiver Freizeitgestaltung, die zur Erholung und Entspannung führt, diesen negativen Entwicklungen entgegenwirken kann.

Daher ist eine Gemeinde gefordert, hier entsprechende Maßnahmen zu setzen und die bestehenden oder neuen Vereine, Arbeits- oder Hilfsgruppen vor allem im Sinne der Subsidiarität, der Hilfe zur Selbsthilfe fördern.

Die in diesen Bereichen zu notwendigen Infrastrukturpläne sind im Masterplan zu entwickeln und festzuschreiben.

Vordringlich erscheinen uns daher folgende Aufgaben: 

  • Wir wollen dafür sorgen, dass die Vereine, ob im Sport-, Kultur- oder Freizeitbereich entsprechende Infrastrukturen für ihre Aktivitäten vorfinden.
  • Wir wollen dort Renovierungen durchführen, wo es Sinn macht und dort, wo Neues geschaffen werden muss, entsprechend der finanziellen Machbarkeiten und den Zielen des Masterplans entsprechend, aktiv werden.
  • Die in die Jahre gekommene Mehrzweckhalle wollen wir schnellstmöglich ersetzen.
  • Wir werden entsprechende Machbarkeitsstudien zwecks Neuorientierungen / oder Neubau von Sportanlagen in die Wege leiten. Gleiches gilt für die Schaffung adäquater Kulturinfrastrukturen und die Unterbringung der im Kulturbereich aktiven Lokalvereine, dabei werden wir uns Gemeinde übergreifenden und regionalen Lösungen nicht verschließen.

 

 

Lebensbereich 9: Bildung, Schule, Kindergarten, Fortbildung, Berufsbildung, Erwachsenenbildung, Lernen und Jugendentwicklung, wo alle Kinder und Jugendliche sich entsprechend ihrer Neigungen und Eignungen entfalten können und die Bürger stolz sind, in einer echte kinderfreundliche Gemeinde zu wohnen. 

Moderne Schule – Spielplätze für Kinder – Gesundes Essen – Jugend, die sich bewegt

Aufgabe der Gemeinde ist es, kinderfreundliche und kindgerechte Infrastrukturen zu schaffen und das Wohlergehen der Kinder zu wahren und zu sichern. Moderne Schule und attraktive Spielplätze sind uns daher wichtig. Gleiches gilt für das Schulrestaurant, wo gesundes, wenn möglich lokal erzeugtes Essen serviert wird. Die Schulorganisation hat sich an den Bedürfnissen der Kinder und den Anforderungen, die an sie gestellt werden, zu orientieren. Schule muss Freude an Gemeinschaft, am Lernen, der Arbeit und Neugier für Wissenserwerb und gesunder Lebensgestaltung wecken. Freizeitangebote, vor allem Spielplätze sollen Abenteuerlust, Bewegungsfreude und Freude an der Natur vermitteln und den Gemeinschaftssinn fördern.

Neben vielen unterschiedlichen Aktivitäten wollen wir versuchen, in folgenden Bereichen vorrangig aktiv werden: 

  • In Schifflingen funktionieren derzeit drei Schulgebäude, die – betreffend die Aufnahme von Schulkindern und die Schaffung von Klassen – an Grenzen stoßen. Wir wollen daher durch eine vorausschauende Planung Schulinfrastrukturen entwickeln, welche die künftige Entwicklung der Bevölkerung und sowie deren Prognosen hinsichtlich der Zahl der zu erwartenden Schulkinder für die kommenden Jahre berücksichtigt. Wir werden je nach Situation darüber entscheiden, ob und wie wir zusätzlichen Schulraum schaffen müssen, gegebenenfalls durch den Bau einer neuen Schule oder der Umsetzung anderer finanziell machbarer Lösungen.
  • Wir werden die Investitionen in unseren drei Schulgebäuden, vor allem auch im Hinblick auf zeitgemäße kind- und lerngerechte Schulausstattung weiterhin auf hohem Niveau halten. Wir wollen unsere Schulen mit ordentlichem Mobiliar, zeitgemäßen Fachräumen und pädagogisch so wie psychologisch wertvollen Lehr-, Lern-, Unterrichts- und Arbeitsmitteln ausstaffieren. Schulhöfe müssen so ausgestattet sein oder werden, dass sie den Kindern während der Pausen als Erholungs- und Entspannungsorten dienen und auch für wichtige Arbeitsschritte verschiedener Unterrichtsbereiche und / oder pädagogisch wertvolle Arbeiten zu verwenden sind (Blumengarten…). Wir werden vor allem den Schulhof der „Lydie Schmit“-Schule erneuern und kindgerechter umgestalten.
  • Wir werden die außerschulischen Angebote (u.a. „Art à l’école, Eveil à la musique“ und „Informatique à l’école“) stützen und auf Nachfrage hin ergänzen.
  • Wir wollen eine enge Verknüpfung zwischen formaler Bildung (Schule) und nonformaler Bildung (Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, „Maison Relais“ und Vereine) entsprechend der Vorgaben der Ministerien optimieren und kinderorientierter organisieren.
  • Wir wollen dieses Konzept im Hinblick auf die Entwicklung und das Wohl der Kinder mit allen Verantwortlichen gemeinsam definieren. Stichworte sind dabei u.a. der Schülertransport, die Ausnutzung und Auslastung der jeweiligen Gebäude, die Organisation des Schul-Restauration, verbunden mit einer Dezentralisierung, die Zusammenarbeit und Koordination mit den Vereinen, die Teilnahme der Schulkinder an den paraschulischen Aktivitäten, angeboten von der Gemeinde oder organisiert in den lokalen Sport- und Kulturvereinen etc.
  • Wir wollen dort, wo es sich als notwendig erweist, neue Dialogstrukturen. Wir werden zudem prüfen inwiefern, wir das Recht der Kinder auf einen Betreuungsplatz in der „Maison Relais“ umsetzen können, und werden unter Umständen Kriterien besprechen, wie die Rangfolge auf einen Platz in der „Maison Relais“ zu regeln ist.
  • Durch entsprechende Verkehrsreglements jedoch auch mittels verkehrsberuhigender Maßnahmen sowie durch Initiativen wie das Projekt „de séchere Schoulwee“, eine regelmäßige Präsenz der Ordnungshüter oder gar durch zeitliches Sperren von Straßen, soll der Schulweg für alle Schüler immer sicherer werden.
  • Wir wollen alle Maßnahmen fördern, die zur Gesundheitserziehung der Kinder beitragen. Dazu gehört eine gesunde Ernährung im Schulrestaurant. Zusammen mit den Betreibern werden wir dafür sorgen, dass den Kindern täglich auch weiterhin hochwertige vegetarische Mahlzeiten angeboten werden. Wir wollen einen gemeindeeigenen Garten anlegen, der das Schulrestaurant mit eigenem saisonalem Biogemüse beliefert.
  • Wir wollen eine kindergerechte Gemeinde mit attraktiven Spielplätzen. Wir werden zusammen mit interessierten Eltern, Jugendlichen und Kindern einen Masterplan „Gutt a flott Spillplazen“ realisieren. Wir wollen Spielplätze, die die Abenteuerlust wecken, die die Kinder mit der Natur in Verbindung bringt und die echte Begegnungsstätte für Familien und Generationen sind. Entsprechend der Ergebnisse unseres Masterplans werden wir einen Abenteuerspielplatz bauen.
  • Wir wollen die Arbeit unserer Dienststelle für Jugend und Chancengleichheit weiterführen, zusätzlich beleben und neue Ideen umsetzen, mit dem Ziel ein echter „Serviceplaz fir Jonker“ zu sein. Auch das Jugendhaus wird bei der Umsetzung neuer Konzepte mit eingebunden, und soll weiterhin seiner Rolle als Betreuungseinrichtung für Jugendliche erfüllen können. Die Gemeinde wird die notwendige Unterstützung gewährleisten.
  • Kurzfristig planen wir die Erstellung eines Jugendkommunalplans. Bei der möglichen Einberufung eines Jugend- und Kindergemeinderates wollen wir uns an erfolgreichen Modellen aus anderen Gemeinden inspirieren. Wir werden die Überarbeitung und Anpassung der Subventionen für Schüler und Studenten anregen. Die Jugend- und Finanzkommission wird hier erster Ansprechpartner sein.

 

 

Lebensbereich 10: Kultur, Kulturförderung, Vereinsleben, Gemeinschaftsleben 

Wie schon mehrfach darauf hingewiesen führen in Schifflingen viele Vereine ein oft vorbildliches aktives lebendiges Leben. Sie bemühen sich um ein vielfältiges Angebot an Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten. Sie sind ein wichtiger Partner für und mit der Gemeinde bei lokalen Festen und Veranstaltungen.

Sie beleben somit das gesellschaftliche und soziale Leben unserer Gemeinde und können direkt und vor allem indirekt einen wesentlichen Beitrag zu einem positiven und friedlich- freundlichen Zusammenleben der Menschen in der Stadt beitragen.

Wir wollen diese gemeinsame Zusammenarbeit auch weiterhin gezielt fördern

Die Infrastrukturbereiche Kultur, Vereine, Gemeinschaftsleben und Religionen, siehe Masterplan, stehen sicher in engem Bereich mit dem eigens zu entwickelnden Infrastrukturbereich Erholung, Freizeit und Sport

Die grundlegenden Fragen, wie folgend dargestellt, sollen in einem weiten Diskussionsbereich besprochen und geklärt werden. Dies ist eine der Voraussetzungen für längerfristige Planungen, Programme und Fördermaßnahmen im Bereich Kultur und Vereinsleben.

Schlussbetrachtung: 

Wir sind uns bewusst, dass aus den wirklich intensiven Verhandlungen ein Monsterprogramm entstanden ist, das natürlich seine Zeit braucht, um verwirklicht zu werden.

Damit für eine geordnete Arbeit auch die richtigen Strukturen und Strategien entwickelt werden, müssen die im Koalitionsvertrag dargestellten Schwerpunkte weiter ausgearbeitet werden. Daher laden wir jetzt schon alle Interessierten ein sich in diesen Prozess der konkreten Umsetzung einzubringen. In Arbeitsgruppen oder in den kommunalen Kommissionen – mit den politischen Vertretungen, den Fachleuten, der Verwaltung und vor allem auch zusammen mit den Bürgern wollen wir dies tun.

 

Paul Weimerskirch; Bürgermeister

Albert Kalmes, Schöffe

Marc Spautz, Schöffe

Carlo Lecuit, Schöffe

Beaujolais Owend

CSF Schëffleng invitéiert op “Beaujolais Owend”

DE 24. NOVEMBER 2017 VUN 19.30 UN

am ” Veräinshaus” rue de la Forêt zu Schëffleng

PRÄIS : 20€

Umeldunge bis den 10. November beim:

Alix Bettendorf: 621 742 408

oder Isabelle Solagna: vanisabe@pt.lu.

D’Sue ginn iwwerwisen op de Sektiounskonto: CSV Schëffleng CCPL LU10 1111 0024 5732 0000

Chrëschtmaart op Heidelberg

CSF Schëffleng invitéiert op “Chrëschtmaart op Heidelberg”

DEN 2. DEZEMBER 2017

DÉPART 7.00 AUER, UM PARKING VUM HALL POLYVALENT RUE DENIS NETGEN

PRÄIS: ERWUESSEN 50€

KANNER: 25€

Wien owes nach Loscht huet (op eege Käschten) eppes mat iessen ze goen, de ka mat eis an de Restaurant “Bei den Zwillingen” goen.

Umeldunge bis den 10. November beim:

Alix Bettendorf: 621 742 408 oder

Isabelle Solagna: vanisabe@pt.lu.

D’Sue ginn iwwerwisen op de Sektiounskonto: CSV Schëffleng CCPL LU10 1111 0024 5732 0000

CSV REAKTIOUN OP DÉI VERBAL ENTGLEISUNG VUN DER LSAP SCHËFFLENG

An der leschten Editioun vu der LSAP Zeitung “Pluspunkt” sinn eng Rei Aussoen iwwer CSV Kandidaten publizéiert ginn déi net der Wourecht entspriechen. CSV Schëffleng well déi verschidden Aussoen richteg stellen.

Hei ass eis Reaktioun op déi verbal Entgleisung vu der LSAP Schëffleng. 

Firwat déi Nervositéit bei der LSAP ?

Mir sinn an der leschter Ligne droite vun de Wahlen. E Sonnden decidéiert de Wieler. Bis elo ass de Wahlkampf an eisen Aen, sécherlech mat de puer Nuancen a klenge Bmols, fair a gutt verlaf. All Partei huet seng Kandidaten, säi Programm a seng Iddeeë presentéiert, déi eng mat vill Ophiewes, déi aner mat manner Gedeessems.

D’CSV Schëffleng huet säi Wahlkampf, fräi nom Motto „fair, no & gerecht“ gemaach. E Wahlkampf en „bonne âme et conscience“.

Bei dëse Wahlen geet et ëm d’Zukunft vu Schëffleng, ëm d’Wuel vun de Matbierger, ëm d’Entwécklung vun eiser Uertschaft, ëm d’Zesummeliewe, ëm de Mateneen ! Et ass dat, wat zielt!

Eis Kandidaten, eng Lëscht vu Leit mat ënnerschiddleche Kompetenzen, eng Lëscht vun der Erfarung, der Erneierung an der Kontinuitéit. Leit aus Ärer Mëtt, déi, jiddereen op seng Aart a Weis, mat Engagement fir d’Schëfflenger Leit wäert do sinn. Dat ass eis Philosophie, dat ass a bleift eis Approche fir dës Wahlen.

Verschriwwen! Ausgeruscht! Vertrëppelt!

Mat groussem Bedaueren, nee vrun allem Erstaunen, hu mir misste feststellen, datt am leschte Blat vum Koalitiounspartner LSAP, net de Ball, mä de Mann (d’Fra) gespillt ginn ass. Et ass sech verschriwwe ginn an der Wiel vun de Wierder. E besonneschen Ausrutscher ass d’Afrostellung vum Pierrot Feiereisen als Spëtzekandidat vun der CSV Schëffleng.

D’CSV Kandidate regrettéieren, dass an der leschter Woch de Prinzip vun engem fairen Wahlkampf net méi respektéiert gëtt! Eng nervös Excitatioun vun de Sozialisten? De Virworf vum Populismus an der Demagogie vis-à-vis vun der CSV ass méi ewéi deplacéiert! Fair Kommunalpolitik (e faire Wahlkampf) gesäit anescht aus. Een Zeeche vu Nervositéit? D’Fro stellt sech, firwat dëse Gedankegaang, elo eng Woch virun de Wahlen!

MatNodrockwëllemireisgéintdësAussoe wieren.

D’CSV Kandidate reagéiere mat Fakten a stelle folgend Punkte kloer:

  • D’CSV huet kee selbsternannte Spëtzekandidat. Partei-intern Gremien hunn de Pierrot Feiereisen eestëmmeg als Spëtzekandidat nominéiert.
  • Zu der Fro vun der Schléissung vun den dräi Barrières, verbonne mat enger neier Entrée a Schëffleng eran, bleift d’CSV bei hirer Meenung. Säit 2010 setzt d’CSV sech fir eng Verbindungsstrooss (route d’Esch – iwwer d’Friches ArcelorMittal) op der Héicht vum Rio an. D’Schléissung vun der Barrière op der Héicht vum Rio koppelt d’CSV mat eben dëser neier Verbindungsstrooss. D’Rekonversioun vun de Friches ArcelorMittal bidden hei och nach Méiglechkeeten un.
  • D’CSV ass frou doriwwer, datt d’LSAP sech der Meenung vun der CSV uschléisst.
  • D’CSV wäert sech an dësem Sënn fir Schëffleng engagéieren. D’CSV ass ee kompetenten an dialogbereete Partner fir eis Matbierger, an ass respektvoll am Ëmgang mat deenen anere politesche Parteien.

E Sonnden huet de Wieler dat lescht Wuert! Hien decidéiert.

Mär, d’CSV Kandidaten, bleiwen dobäi:

FAIR, NO & GERECHT.

SCHËFFLENG LIEWEN – CSV WIELEN. DEN 8. OKTOBER 2017 – D’CSV, LËSCHT 3!

FEU_Schifflange_flyer_wahlkampf

Fotogalerie – CSV Schëffleng

Schëffleng liewen, CSV wielen.

Den 16. September CSV-Kandidaten op der Schëfflenger Stroossenverkaaf. 

 

Den 3. September CSV um Terrain

No engem Remis zum Optakt, elo déi éischt dräi Punkten fir des Saison hei Heem, weider esou FC Schëffleng 95

 

Den 31. August Streikgedenkfeier 

 

Den 20. August 
CSV Schëffleng Participatioun un der 4. Marche Populaire Internationale

 

Den 5. August CSV On Tour um Summerfest vum Schëfflenger SIT.

 

Den 30. Juli CSV Schëffleng präsent um 14ten internationalen Liichtathletikmeeting zu Schëffleng organiséiert vum CAS.

 

Den 20. Juli CSV Präsenz um drëtten Senioreninfodag zu Schëffleng.

 

Den 16. Juli, flott Stonnen um Sommerfest von der Motor Union Schëffleng.
Op Initiativ vum Marc Spautz, e grousse MERCI dem Claude Wiseler, dem Sylvie Andrich an dem Jean-Marie Halsdorf fir hir Präsenz an Ennerstetzung vun der Schëfflenger Equipe.

 

Den 9. Juli CSV Kiermeslaun:
E richteg flotten, gelongenen Dag
E grousse MERCI all de Schëfflenger fir hir Präsenz

 

Den 8. Juli CSV Schëffleng on Tour: Summerbraderie vun der ACAS.

 

Den 25. Juni Apero-Time bei de Schëfflenger Pompjeeën um Pouletsfest.

 

Den 24. Juni – CSV Schëffleng On Tour: Visite vum Schantje.
Zesummen eist Schëffleng weider entwéckelen.

 

Den 11. Juni, gutt Stëmmung um Street Food Festival zu Schëffleng

 

Den 19. Mee war Sangria Party organiséiert vun de Jeunes Mamans Schëffleng.

Do heescht et nëmmen: Let’s Dance!

 

Den 13.05.2017 CSV on Tour: Schëfflenger Jugenddag, a great initiative.

Jugendtag in Schifflingen

 

Den 6. an 7. Mee waren eis CSV-Kandidaten op der Schëfflenger Braderie.