Viel Arbeit im Interesse der Tiere erledigt.
Der Schifflinger Tierschutzverein, gegründet am 28. Oktober 1971, konnte anlässlich der Generalversammlung auf eine rege Aktivität verweisen. Im Beisein von Schöffe Carlo Feiereisen sowie mehrerer befreundeter Tierschutzvereine, zeigten sich die Verantwortlichen des fast 650 Mitglieder starken Vereins, mit den Arbeiten des vergangenen Jahres mehr als zufrieden. Das Hauptaugenmerk galt dabei natürlich dem Tierschutz und der Betreuung von Tieren in der Auffangstation. Der Schifflinger Tierschutzverein kümmert sich ausschließlich um herrenlose Hunden und Katzen, die tot oder schwerverletzt auf öffentlicher Strasse liegen. Der Verein versteht sich auch als Initiative gegen jede Form von Tierquälerei oder anderen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.
Im vergangenen Jahr wurden 20 Tiere in der Station aufgenommen und versorgt. 16 Hunde gingen an den jeweiligen Besitzer zurück. Je nachdem werden die Tiere auch an neue interessierte Besitzer vermittelt. Zwei Katzen warten noch auf neue Liebhaber. Zwei Hunde und zwei Jack-Russel wurden tagsüber aus der Auffangstation gestohlen. In dieser Angelegenheit wurde die Polizei eingeschaltet.
Bei allen lokalen Veranstaltungen und Feiern, so u.a. die Vorfeiern zum Nationalfeiertag oder der Gedenktag zum Generalstreik, war der Tierschutzverein präsent. Im Rahmen von neun Vorstandssitzungen wurden die laufenden Geschäfte beraten und organisiert, wobei besonders der spezielle Informationsdienst zu erwähnen ist. Die Vereinigung informiert regelmäßig über diverse Aspekte und Reglemente des Tierschutzes, dies u.a. im Zusammenhang mit der Tollwut oder über den Transport von verendeten Haustieren.
Besonders engagiert haben sich die Mitglieder für in Not geratene Tiere. Um ihre Unterbringung zu sichern, setzten sie sich für den Ausbau und den Erhalt der vorhandenen Einrichtung ein. Ohne die aktive Unterstützung wären Maßnahmen zur Regulierung frei lebender Haustiere nicht möglich. Gelegentlich gehöre daher auch die Veränderung von Mängeln in der Haltung von Tieren unterschiedlicher Arten zum Tätigkeitsfeld des Vereins, hieß es. Angesprochen wurden auch die Zusammenarbeit der Tierschutzvereine und die Kontakte zur Veterinärinspektion.
Die finanzielle Situation des Vereins wurde als überaus gesund beschrieben. Die Haupteinnahmen sind die jährlichen Mitgliedsbeiträge, die kommunalen Subventionen und die Spenden, die bei der Weitervermittlung von zugelaufenen Tieren überwiesen werden. Erinnert wurde ebenfalls an die finanzielle Unterstützung seitens des „Schëfflenger Hondssportveräin“. Der Verein seinerseits unterstützte die „Déierefrënn Lëtzebuerg“ mit einer Spende betreffend die Fütterung von Katzen im Hellinger Wald. Die Entschädigung des Tierwartes geschieht durch Zustellung eines Festbetrages seitens der Gemeindeverwaltung. Ebenfalls zu Lasten der Gemeinde seien die Kastrations- und Sterilisationsaktionen verwilderter Katzen, hieß es.
Zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen über diverse Renovierungsarbeiten, die an der Auffangstation durchgeführt wurden. Besonders erfreut zeigte man sich über die Erneuerung des Drahtes am Hundezwinger, den neuen Belag im Katzenzwinger sowie den Durchbruch zur Schaffung eines neuen Hundezwingers. Die Auffangstation ist an den Wochentagen für jedermann nach vorheriger Absprache – es gilt die Telefonnummer 549282 – offen.
Der Vorstand setzt sich zusammen aus Präsident Fred Goerges, Ehrenpräsident Léon Jacoby, Vizepräsident Edmond Becker, Sekretär Emil Hastert, Kassierer Guy Lang und die Beisitzenden Margot Bousser (Hilfskassiererin) und Elisabeth Karp sowie der neu Gewählte Jean-Paul Schneider. Kassenrevisoren sind Roger Clobes und René Reichel.
Im Anschluss an die administrativen Berichte sprachen Schöffe Carlo Feiereisen und SIT-Präsidentin Gaby Bruch-Forster zur Versammlung. Sie hoben den unentgeltlichen Einsatz der Tierschutzvereinigung hervor. Es sei eine wichtige Aufgabe und der Verein sei eine notwendige Stütze für effektiven Tierschutz. In diesem Sinne werde die Gemeinde auch weiterhin hilfreich und unterstützend zur Seite stehen. (PaW)