Schifflingen, die Karnevalshochburg

19te Kavalkade lockte etwa zwanzigtausend Besucher

Die auf Initiative der Vereinigung „Association pour l’animation folklorique et carnavalesque“ (AAFC Folklorama) 19te Auflage der Kavalkade kannte jedenfalls einen beachtlichen Erfolg. Sogar der Himmel hatte sich verkleidet. Strahlendes Blau und sonniges Gelb über Schifflingen. Rund 20 000 Narren feierten, tanzten und amüsierten sich. Auf der Kavalkade sprühte es nur so von originellen Ideen. Kunterbunt sprangen und musizierten etwa 1500 Teilnehmer in selbst geschneiderten Kostümen den Zugweg entlang zu den Karnevalstönen und Rhythmen der Musikgruppen. Mit phantasievoll gebastelten Wagen wurde das Minettestädtchen in eine Stadt voller Gecken verwandelt. Dollmänner und Närrinnen übernahmen das Kommando.

So schlenderte, hüpfte, radelte und musizierte eine drollige Narrenschar mit gewagten und absurden Verkleidungen von der Albert-Wingert-Schule bis zum Ziel. Die Teilnehmer, die u.a. als Clowns, Harry Potters, Holzmichels, Feen, Hexen, Korsaren, Paschas, Matrosen, Wichtelmännchen, Fledermäuse oder Tamboure verkleidet waren, sowie die Majoretten, die heiteren Musikanten, die Folkloregruppen und andere spleenige Delegationen sorgten für närrischen Spaß.

Etwa 20000 Schaulustige versammelten sich, um den närrischen Defiliermarsch mitzuerleben. Das Kommen sollte sich lohnen: Kiloweise Süßigkeiten, Tüten Chips und manches Fass Bier wurde unters Volk verteilt. An den Versorgungsstationen, wo Getränke und andere Köstlichkeiten angeboten wurden, herrschte Hochbetrieb.

Das närrische Faschingstreiben wurde nach Abschluss der Kavalkade mit einem Empfang durch die Gemeindeverwaltung mit Preisverteilung fortgesetzt. Nachdem die Schöffen Raymond Hopp und Carlo Feiereisen sowie Idette Cativelli vom Gemeinderat mit dem Karnevalsorden ausgezeichnet waren, wurden die Gewinnprämien an die "Schëfflenger Gaasebouwen" (schönster Wagen), die Harmonie Municipale aus Schifflingen (beste Musikgesellschaft) und die Ratten Racing (originellste Fussgruppe) verteilt. Die Laune beim Organisator war bestens. Man habe das Ziel erreicht, das man sich gesteckt habe, so Scott Kries, Präsident des Karnevalvereins.

Gleich im Anschluss an die Kavalkade begannen die technischen Dienste der Gemeindeverwaltung mit den nicht einfachen Räumungs- und Säuberungsarbeiten. Für den reibungslosen Ablauf während des Karnevalumzuges zeichnete die lokale Polizei verantwortlich. Die lokale Feuerwehr und der Zivilschutz waren ebenfalls ohne Eingreifen zu müssen vor Ort. Größere Beschwerden blieben aus.

Die Schifflinger Bürger nahmen die Parade der Gecken und die dadurch verursachten Verkehrsproblem recht gelassen auf. Einer kommentierte das Chaos so: „Lieber einmal im Jahr von Narren umgeben zu sein, als ständig zum Narren gehalten zu werden.“ (PaW)