Bahnübergänge sollen mittel- und langfristig verschwinden

Leitplan für eine neuen Ortseinfahrt genehmigt

Schifflingen hat drei Bahnübergänge, die für Fußgänger wie auch für Autofahrer eine besondere Gefahrenquelle darstellen. Die zuständigen Instanzen – Schifflinger Gemeindeverwaltung, Ministerien und Eisenbahngesellschaft CFL – sind sich einig: es besteht akuter Handlungsbedarf, um diese Gefahrenpunkte zu beheben. So sollen die drei Bahnübergänge supprimiert werden. Der Gemeinderat hat kürzlich eine diesbezügliche Prinzipienentscheidung votiert.

Aus einer Idee, die im Rahmen der Gespräche über das Verkehrskonzept aufgegriffen wurde, soll nun endlich Realität werden. Mit der Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes wurde ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrssituation innerhalb der Ortschaft eingeleitet. Die konkrete Umsetzung, die ohne jeden Zweifel auch dem Fußgänger mehr Sicherheit garantiert, wird nun einen weiteren Schritt vorangetrieben. Die Probleme im Zusammenhang mit den drei Bahnschranken – verkehrsintensive Knotenpunkte, Behinderung des Verkehrsflusses, hohes Verkehrsaufkommen zu den Hauptverkehrszeiten, Sicherheitsaspekte für Fußgänger – wurden in der Verkehrsstudie mehrfach hervorgehoben.

Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Zur Situation: An allen drei Bahnübergängen besteht im Prinzip akuter Handlungsbedarf! Der Bahnübergang in der Hedingerstrasse ist vor allem zu den Hauptverkehrszeiten derart überlastet, dass man von einer untragbaren Situation sprechen kann. Die Staus reichen in der einen Richtung oft bis zum „Rond-Point-General-Patton“ und in der anderen bis weit ins Ortschaftszentrum hinein. Bedingt durch die hohe Frequenz von Güter- und Personenzügen über diese Zugstrecke ist dieser Bahnübergang notgedrungen sehr oft geschlossen.

Beim Bahnübergang in der „Rue de la Gare“ zeigt sich eine ähnliche Situation. Mit dem Bau der neuen Schule im Ort genannt „In der Mühlchen“ präsentiert sich außerdem mit dem Schulweg für einige Kinder ein akuter Handlungsbedarf. Aus verkehrs- und sicherheitstechnischen Gründen soll dieser Bahnübergang bereits mittelfristig ganz verschwinden. Mit der Schaffung einer unterirdischen Passage unter der Bahnschranke wurde diesbezüglich bereits eine erste Maßnahme in die Wege geleitet.
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Der dritte Bahnübergang in der Lallinger-Strasse zur Escher-Strasse hin wird – laut Verkehrsstudie – nur von wenigen Autofahrern passiert. Der Grund liegt auf der Hand. Die Bahnschranke ist öfters und vor allem auch länger geschlossen, als die anderen drei Bahnschranken. Aufgrund der Rangierbewegungen von Zügen im Escher Bahnhof, die dort jedoch unumgänglich sind, ist die längerzeitliche Schließung aus Sicherheitsgründen eine absolute Notwendigkeit; mit dem Resultat jedoch, dass der Durchgangsverkehr sich lieber durch die Hauptgeschäftsstrassen schlängelt, als an diesem Punkt eine längere Wartezeit in Kauf zu nehmen. Auch diese Bahnschranke soll langfristig geschlossen werden.

Im Interesse einer optimaleren Verkehrsgestaltung und nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen soll die Umsetzung der Pläne relativ zügig vorangetrieben werden. Es bleiben noch Details zu klären.

Geplant ist eine Straßenunterführung parallel zu Hedingerstrasse mit Ausfahrt auf Höhe der Liberationsstrasse bei der kleinen Parkanlage. Der Leitplan zur neuen Ortseinfahrt ins Zentrum führt unter der Eisenbahntrasse hindurch. Umfangreiche Arbeiten werden nicht ausbleiben. Doch die Unterführung wird ein Gewinn für Schifflingen sein. Für die Wohn- und Lebensqualität aller Schifflinger.