Gemeinderat Schifflingen: Leitplan zur neuen Ortseinfahrt provisorisch genehmigt

Schulorganisation 2005/2006 vorgestellt

Der Leitplan zur neuen Ortseinfahrt im Dorfzentrum, unter der
Eisenbahntrasse hindurch, und der diesbezügliche Einteilungsplan sowie
die Schulorganisation 2005/2006 waren Gegenstand der gestrigen Sitzung
des Gemeinderates Schifflingen, deren Tagesordnung sich aus insgesamt
zwölf Punkten zusammensetzte.

Der vom Planungsbüro Schroeder & Associés und vom "Atelier
d’architecture et de design Jim Clemes" ausgearbeitete Leitplan zur neu
zu gestaltenden Ortseinfahrt im Zentrum von Schifflingen, unter der
Eisenbahntrasse hindurch, fand denn auch die allgemeine Zustimmung der
versammelten Räte.

In einer von den beauftragten Büros zusammengestellten
PowerPoint-Projektion konnten diese sich ein Bild des zehn bis 15 Jahre
dauernden Großprojektes machen, das sowohl in städtebaulicher Hinsicht
als auch wohnungsmäßig in die Annalen der Eisenstadt Schifflingen
eingehen wird.

Hauptziel des Großprojektes auf einem Areal von fast 2,5 Hektar ist die
Schließung der drei Bahnübergänge zwischen Pfarrkirche und Gemeindehaus,
bei der "Millchen"-Schule und beim ehemaligen Kino Rio sowie die
Schaffung von Wohnraum für ca. 650 neue Schifflinger Bürger, dies alles
in einem infrastrukturellen und städtebaulichen Konzept mit genügend
Leerraum und Grünflächen, das weit und breit seinesgleichen sucht, hieß
es gestern unisono sowohl von den Mehrheits- als auch den
Oppositionsbänken.

912 Schulkinder in 52 Klassen

Im Schuljahr 2005/2006 besuchen in Schifflingen 912 Kinder in 52 Klassen
den Schulunterricht. Diese teilen sich auf wie folgt: Früherziehung:
drei Gruppen mit insgesamt 66 Schülern; Vorschule: 185 Kinder,
aufgeteilt auf zwölf Klassen; erstes Schuljahr: 114 Schüler (sieben
Klassen); zweites Schuljahr: 115 Schüler (sechs Klassen); drittes
Schuljahr: 117 Schüler (sechs Klassen); viertes Schuljahr (110 Schüler
(sechs Klassen); fünftes Schuljahr: 120 Schüler (sieben Klassen);
sechstes Schuljahr: 85 Kinder (fünf Klassen). Der Klassendurchschnitt
liegt bei 17,5 Schülern. Darüber hinaus funktionieren zwei komplette
Klassen mit Stützkursen, eine zwölfstündige Stützklasse in der
"Millchen"-Schule, drei Klassen mit Moral- und Sozialunterricht (eine
mit vollem Kader und je eine mit 14 resp. zehn Stunden), zweimal ein
"appui intégré" für den Untergrad, eine "classe d’accueil", eine "classe
d’intégration" und eine "classe d’intégration et d’observation". Neu
geschaffen wurde ein Lehrerposten zum Unterrichten der luxemburgischen
Sprache. Das "Team Teaching" – eine Lehrperson mit einem "éducateur
gradué" zusammen – wurde aus organisatorischen Gründen auf das Schuljahr
2006/2007 verlegt.

Von einer durchdachten, den spezifischen Anforderungen an die Kinder
Rechnung tragenden und der luxemburgischen Sprache Genüge leistenden
Schulorganisation sprach Rat Paul Weimerskirch im Namen der
CSV-Fraktion. DP-Rat Christian Jungers setzte sich zum Beibehalten der
Hausaufgaben im Untergrad ein. CSV-Rat Norbert Carl begrüßte das
Einführen einer Klasse zum Erlernen der luxemburgischen Sprache und
schlug vor, die Eltern ausländischer Kinder in den
Luxemburgisch-Unterricht mit einzubeziehen. Auch Raymond Hopp sah im
Namen der LSAP-Fraktion die vorliegende Schulorganisation 2005/2006 als
eine den schulischen Gegebenheiten angepassten Vorlage an, bedauerte
indes, dass die Institution Schule zunehmend Aufgaben von Eltern
wahrnehmen müsse.

Personalangelegenheiten

Im Vorschulunterricht erhielt Sheila Hopp aus Schifflingen eine
Anstellung, derweil Géraldine Krier aus Esch/Alzette auf einen Posten im
Primärschulbereich genannt wurde. Luc Berns und Nadine Naegelen wurden
mit dem Abhalten der integrierten Stützkurse beauftragt. Evelyne
Roth-Dury wurde als Lehrerin und wissenschaftliche Forscherin im
pädagogischen Bereich an die Université de Luxembourg entsendet. Den
Damen Pierrette Mortini-Fonck, Christiane Schmit-Biewer und Claudine
Treinen-Dahm wurde aus familienbezogenen Gründen das Recht auf
Teilzeitarbeit gewährt.

Dem Gemeindebeamten Alain Erdeljan wurde eine Beförderung in den Grad 13
seiner Laufbahn zugestanden. Nach fast zwölfjähriger Tätigkeit als
Kassiererin im kommunalen Schwimmbad wurde Liette Sax-Aulner auf ihren
eigenen Wunsch hin von ihrer Pflicht enthoben. Neue Kassiererin wird die
ehemalige Ersatzkassiererin Joëlle Mentz, und zur neuen
Ersatzkassiererin wurde Félicie Liesenbein-Portha bestimmt. Außerdem
wurden die Konten des "Office social" aus den Jahren 2002 und 2003 mit
einem Gesamtboni von 8 836,57 Euro gutgeheißen. (sjp.)