Gemeinderat Schifflingen: Dioxinbelastung bereitet nach wie vor Kopfzerbrechen

Drei Bahnübergänge werden verschwinden

Der hohe Dioxingehalt im Gemüse in den Schifflinger Gärten bereitet weiterhin Sorgen. In der Sitzung vom Donnerstag informierte Bürgermeister Roland Schreiner den Gemeinderat darüber, dass der Schöffenrat eine Unterredung mit Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo und Umweltminister Lucien Lux hatte, der auch die Bürgerinitiative beiwohnte. Bei dieser Gelegenheit wurden die beiden Regierungsvertreter darum gebeten, die Arcelor aufzufordern, Maßnahmen zu ergreifen, um die Schadstoffausstöße des Elektrostahlwerks zu senken. Auch seien die Einwohner informiert worden. Es sei ihnen empfohlen worden, kein Gemüse mehr anzupflanzen. Es sei bedauerlich, dass das Problem noch immer nicht gelöst sei, betonte Roland Schreiner, der versicherte, dass man weiterhin am Ball bleiben werde. Auch will die Gemeindeverwaltung ihre eigenen Analysen fortsetzen, auch wenn das mit Kosten verbunden ist.

Es gab aber auch Positives in der Gemeinderatssitzung zu berichten. So erklärte Bürgermeister Roland Schreiner, dass die drei Bahnschranken in Schifflingen verschwinden werden. Ermöglicht wird das durch den Bau einer Stichstraße vom Verteilerkreis ins Zentrum. Inzwischen seien die Pläne ausgearbeitet und es liege auch ein positives Gutachten der staatlichen Kommission für Raumordnung vor.

Mitte April sollen die Eisenbahngesellschaft und die Straßenbauverwaltung über die Pläne informiert werden. In der Sitzung vom 12. Mai sollen sie auch im Gemeinderat vorgestellt werden.

Beitritt zum Klimabündnis

Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Beitritt zum nationalen Klimabündnis, nachdem Schifflingen bereits seit 2000 im internationalen Klimabündnis ist. Ziel ist es, bis 2010 die CO2-Ausstöße zu halbieren. Reduziert werden sollen die Treibhausgase u. a. durch die Senkung des Energieverbrauchs in öffentlichen Gebäuden. Der Beitritt zum nationalen Bündnis kostet die Gemeinde 5 400 Euro. In der Diskussion wies Paul Weimerskirch (CSV) u. a. auf die schlechte Energiebilanz des Seniorenheims hin.

Für ein Mehrzweckgebäude auf dem Fußballfeld 2 stimmte der Gemeinderat einen Kostenvoranschlag von 324 672 Euro. Die definitiven Pläne seien mit dem FC Schifflingen 95 besprochen worden, hieß es. Laut Schöffe Nic. Frisch sind die Anlagen für den Verein unabdingbar, weil die jetzigen Einrichtungen nicht mehr zeitgemäß seien.

50 000 Euro wurden für das Anlegen eines Parkplatzes in der Ellerstraße gestimmt. Die Gesellschaft "Hëllef doheem", für die der Platz bestimmt ist, wird 50 Prozent der Kosten übernehmen.

Bauvorhaben im Zentrum

Der Gemeinderat stimmte auch dem Sonderbebauungsplan "Im mittelsten Dorf" zu. Hier soll eine 8 500 Quadratmeter große nutzbare Fläche geschaffen werden. Laut Erklärungen von Bürgermeister Roland Schreiner soll Wohnraum für 150 bis 220 Leute entstehen. Vorgesehen sind auch 100 Parkplätze und Geschäftsflächen. Roby Schadeck und Norbert Carl (beide CSV) äußerten sich positiv zu dem Projekt. Paul Weimerskirch (CSV) befürchtete dagegen eine zu hohe Baudichte.

Definitiv genehmigt wurde ein Sonderbebauungsplan in der Jean-Wilhelm-Straße, für den der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 3. Februar provisorisch grünes Licht gegeben hatte.

Einstimmig wurden Einnahmen in Höhe von 6 856,40 Euro gutgeheißen. 
Einverstanden war der Gemeinderat auch mit mehreren Abrechnungen. Eine Fahrbahnmarkierungsmaschine kostete 9 476 Euro.

In die Treppen zwischen dem Friedhof und dem Parkplatz wurden 23 387,75 Euro investiert.

Die Erneuerung der Gasleitungen im alten Escher Weg kam 14 774,05 Euro zu stehen. Mit 8 656,48 Euro schlugen neue Türen für die Wasserbehälter zu Buche. Schließlich wurden 17 769,20 Euro in einen neuen Lieferwagen für die Auslieferung der Mahlzeiten auf Rädern investiert.

Gutgeheißen wurden in der Sitzung ferner mehrere Kredite. U. a. sollen 95 000 Euro für die Instandsetzung des Tankslöschfahrzeugs der Feuerwehr bereit gestellt werden.